"Gottes Botschaft hören"

Die Besucher stießen auf das Jubiläum der Grundsteinlegung an.
Lokales
Kirchenthumbach
23.10.2015
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Vor 50 Jahren, am 17. Oktober 1965, war die Grundsteinlegung für die evangelische Johanneskirche. Dieses Ereignis wurde mit einem Festgottesdienst und dem Anzünden einer Festkerze gefeiert.

"Jauchzet Gott alle Land" sangen die Bürger beim Einzug in das Gotteshaus. Pfarrerin Anne Utz begrüßte dazu auch Dekan Dr. Wenrich Slenczka und Pater Dr. Benedikt Röder von der katholischen Kirchengemeinde. Pfarrerin Utz betonte, der Kirchenbau nach der Grundsteinlegung ein Jahr gedauert habe.

Die vergangenen 50 Jahre hätten gezeigt, dass sich der Grundstein als tragfähig erwiesen habe. Dies liege auch an den vielen Menschen, die das Leben in dieser Kirche in der Hoffnung und in Vertrauen auf Gott gestaltet haben. Es liege aber auch daran, dass die Kirche neben dem Grundstein aus Stein noch einen anderen Grund habe, auf dem sie stehe.

Bei der Hinführung zum Agapemahl betonte Anne Utz, dass in den zurückliegenden 50 Jahren viel passiert sei: "Menschen aus verschiedensten Konfessionen hätten sich besser kennengelernt, Vorurteile seien abgebaut worden, die Kinder seien näher zusammengerückt, Menschen in den Gemeinden und an den Universitäten hätten miteinander gelebt, miteinander gesungen und die Erfahrungen gemacht: Wir haben vielmehr gemeinsam, als uns unterscheidet. Aber es bleiben einige Dinge, die uns trennen." Das aber gehöre zur Vielfalt des christlichen Glaubens - einiges davon schmerze. Dazu gehöre das Abendmahl, das noch nicht gemeinsam gefeiert werden könne.

Feier mit Agapemahl

Deshalb habe man sich entschieden, im Auftaktgottesdienst zum Jubiläumsjahr miteinander ein Agapemahl zu feiern, ein Liebesmahl, das alle Christen über alle Konfessionsgrenzen hinweg miteinander verbinde. Die Fürbitten trugen Anne Utz und Pater Benedikt Röder vor. In seiner Predigt befasste sich Dekan Dr. Wenrich Slenczka mit dem Korintherbrief des Apostels Paulus.

Sicher sei vor 50 Jahren bei der Grundsteinlegung dieses Wort von Paulus gelesen worden: "Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist - welcher Jesus Christus ist." Denn damit werde ausgedrückt, was Kirche ist und worum es in einem Kirchengebäude geht. Es gehe nicht um Steine, sondern darum, dass Jesus Christus, der Gekreuzigte, gepredigt wird.

Dennoch sei in den Worten Paulus' auch die Rede von einem Gericht. "Denn die Korinther waren gespalten in Parteien und hatten vergessen, worum es in der Gemeinde geht. Paulus will sie wieder zusammenbringen unter Jesus Christus. Wir tun gut daran, darauf zu hören und uns wieder zu erinnern, wozu wir diese Kirche haben. Bei der Predigt und in der Kirche geht es um Jesus Christus, sein Wort und sein Evangelium. Und da Jesus Christus gepredigt werden soll, muss auch die Gemeinde da sein, die die Predigt hört."

Kirche "zum Platzen voll"

Deshalb solle im Jubiläumsjahr die Kirche "zum Platzen voll" sein, damit die Menschen merken, wozu sie gebaut wurde: "Damit wir auf Jesus Christus hören und von ihm hören. Wenn wir nicht da sind, ist das Kirchengebäude nur Stein und Beton." Aber wenn die Menschen in den Gottesdienst kommen, werde aus ihr eine Kirche, in der das geschieht, wozu sie da ist: "Dass die Menschen von der frohen Botschaft Gottes hören, die er durch Jesus Christus gebracht hat."

Musikalisch ausgeschmückt wurde der Jubiläumsgottesdienst vom Kirchenchor, der zur Sendung und zum Segen das Lied "Wir leben Herr" sang. Ein Forum der Begegnung schloss sich an.
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