Grundwasser im Blick

Die Absturzstelle im Wald bei Engelmannsreuth ist wieder sauber. Allerdings sind die Folgen fürs Grundwasser noch nicht klar. Archivbild: mor
Lokales
Kirchenthumbach
06.11.2015
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Nach dem Jet-Absturz bei Kirchenthumbach hat das Landratsamt Neustadt/WN am Freitag eine Zwischenbilanz vorgelegt: Der Boden an Absturzstelle und Tank-Fundorten sind demnach so gut wie saniert. Dagegen lassen sich Schäden fürs Grundwasser noch nicht ausschließen.

(wüw) Am 11. August ging der US-Kampfjets am Kitschenrain nieder, am 23. August gaben Bundeswehr und US-Armee die Absturzstelle frei. Seither arbeiten Spezialisten im Auftrag des Landratsamts die Schäden auf: Mehrere tausend Liter Kerosin und wenige Liter Hydrazin hatten eine "massive Bodenverunreinigung hervorgerufen", schreibt die Sprecherin des Landratsamts, Claudia Prößl.

Das Büro Piewak und Partner aus Bayreuth hatte die Untersuchung der Schäden übernommen. In Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt lief die Bodensanierung an. 4400 Tonnen verunreinigten Boden ließen die Experten aus einer Tiefe von bis zu sieben Metern abtragen. "Durch die Bodensanierung im Absturzbereich des Kampfjets wurden die ausgetretenen Schadstoffe vollständig aus dem Boden entfernt", schreibt Prößl nun.

Ebenfalls saniert ist der Fundort einer der beiden externen Tanks nordwestlich von Eschenbach, beim Fundort des zweiten Tanks nach der Holzmühle bestehe "noch geringe Restbelastungen, die derzeit noch entfernt werden". Am Waschplatz der Hilfskräfte, den Lagerflächen der Wrackteile und im weiteren Umfeld der Absturzstelle lasse sich kein erhöhter Hydrazingehalt mehr feststellen, heißt es weiter.

Offen seien dagegen noch mögliche folgen fürs Grundwasser. Aufschluss soll unter anderem eine Grundwassermessstelle im Absturzbereich geben. Diese sammelt seit 2. November Daten. Auch die Wasserabflüsse im Umfeld der Absturzstelle werden beobachtet. Mit Ergebnissen rechne das Amt zum Jahresende.
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