Harte Zeiten

Lokales
Kirchenthumbach
06.10.2014
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Alex Kirsch ist ein Kirchenthumbacher Urgestein. Er hat viel erlebt und einige Schicksalsschläge hinnehmen müssen. Jetzt feierte er im Kreise seiner Familie 90. Geburtstag.

Das Licht der Welt erblickte Kirsch am 2. Oktober 1924 in Kirchenthumbach. Er wuchs mit vier Schwestern auf. Bei Georg Rodler begann er eine Ausbildung zum Schneider. Doch durch den Zweiten Weltkrieg kam alles anders. Sein Lehrmeister wurde zu den Waffen gerufen.

Auch Alex Kirsch musste im Oktober 1942 mit gerade mal 18 Jahren an die Front. Er wurde mehrmals verwundet und geriet in russische Gefangenschaft. Es war ein täglicher Überlebenskampf bei extremen klimatischen Bedingungen, der zudem durch unglaublichen Hunger geprägt wer. Er war einer der wenigen, die 1948 heimkehrten. Durch seinen Onkel Franz Kirsch erlernte er das Maurerhandwerk. Bis zum Renteneintritt arbeitete er bei der Firma Siegfried Beyer in Eschenbach.

1951 heiratete Alex Kirsch Barbara Kohl. Eine Tochter und ein Sohn gingen aus der Ehe hervor und der Jubilar freut sich über seine drei Enkelkinder. Schwere Schicksalsschläge blieben nicht aus. Bereits vor zwei Jahrzehnten verstarb seine Frau. Kurz nach seinem 85. Geburtstag erlitt er einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall. Er erholte sich langsam von der schweren Krankheit und ist heute zufrieden. Seitdem verbringt er seinen Lebensabend in Auerbach im Caritasheim St. Hedwig.

Zu den Gratulanten zählten seine Kinder und Enkelkinder, Bürgermeister Jürgen Kürzinger, Pater Benedikt Röder und seine drei noch lebenden Schwestern.
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