Kein Geld für eine Kulturhalle

Lokales
Kirchenthumbach
12.01.2015
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Vor großem Publikum stellte Kirchenthumbachs Marktgemeinderat wichtige Weichen. Aufs Abstellgleis gerieten dabei Pläne für eine Kulturhalle im Ort. Alle waren sich einig: Erstes Ziel müsse die Schule sein.

Zum Schluss waren sich dann doch alle einig: Der Marktgemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung das Vorgehen bei der Generalsanierung der Grund- und Mittelschule diskutiert - und darüber hinaus die Zukunft des Elisabethenheims und die Frage nach dem Bau einer Kulturhalle. Grundtenor war schließlich: "Vollgas" bei der Sanierung der Schule geben, auf die teure Kulturhalle verzichten, das Elisabethenheim abreißen und einen neuen Bau errichten. Lediglich an einer Mittagsbetreuung in der Schule und schieden sich die Geister - das Thema wurde zurückgestellt.

Volles Haus

Die Zusammenkünfte des Gremiums waren schon bisher gut besucht, diesmal platzte der Sitzungssaal aus allen Nähten: Sogar Stehplätze auf der Empore waren begehrt. Schließlich ging es um Beschlüsse zu den großen Aufgaben im Markt. Architekt Norbert Kastl erläuterte den Planungsstand, wie ihn das Gremium im März 2014 behandelt hat.

Die geschätzten Gesamtkosten - inklusive Sanierung der Schule, Abriss des Elisabethenheims und verkleinertem Neubau, Schaffung einer Pausen- und Kulturhalle, Anlegen der Außenflächen und Sanierung der Außenfassade - würden bei etwa 5,5 Millionen Euro liegen. Abzüglich der zu erwartenden Zuschüssen von etwa 1,4 Millionen Euro würde der Kommune ein Eigenanteil von rund 4,1 Millionen Euro bleiben.

Bevor das Gremium in die Diskussion einstieg, ließ Bürgermeister Jürgen Kürzinger die bisherige Debatte Revue passieren. Er erinnerte, dass man sich im April 2011 erstmals mit der Materie befasst habe. Anhand der Protokolle vergangener Sitzung des Marktrats und des Bauausschusses zeichnete er die Entwicklung nach. Ausführlich erläuterte er auch die Gespräche bei der Regierung der Oberpfalz sowie zwischen den Fraktionen seit Mai 2014.

Alle stimmten überein, dass die Schule oberste Priorität habe. Bei den Kosten geriet die Kulturhalle in den Fokus. "Die können wir uns wohl abschminken", stellte Harald Oberst (BGT) fest. Daniel Götz (CWG) regte an, den vorhandenen Mehrzweckraum nach Sanierungen und Anpassungen als Alternative zu nutzen. Dritter Bürgermeister Werner Trenz prognostizierte, dass die Kommune maximal einen Eigenanteil von zwei Millionen Euro erbringen könne. Dies bedeute, dass die ganze Maßnahme nicht mehr als drei bis dreieinhalb Millionen Euro kosten darf.

Gesprächsbedarf

Für eine Diskussion sorgte die Frage nach einer Mittagsbetreuung in der Schule. Eine solche müsste bei der Raumplanung bedacht werden. Einig war sich das Gremium, dass keine Konkurrenz fürs Kinderhaus entstehen soll. Ansonsten gab es bei den Räten noch zu viele Unklarheiten. Vor einer Entscheidung soll es Gespräche mit den Verantwortlichen von Kinderhaus und Kirchenverwaltung geben.
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