Klappern gehört zum "Mini"-Handwerk

Mit Klappergeräten, einer Dose für Geld und einem großen Korb für Eier und Süßigkeiten brachen die Ministranten der Pfarrei Mariä Himmelfahrt zum "Eierklatschen" auf. Beim traditionellen Zahltag zogen sie von Haus zu Haus und baten um den Lohn für den liturgischen Dienst. Bild: rfü
Lokales
Kirchenthumbach
31.03.2015
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Die Legende erzählt, dass die Glocken der Kirchen von Gründonnerstag bis zur Osternacht nach Rom fliegen würden, um sich in der ewigen Stadt den päpstlichen Segen zu holen. Um die Gläubigen zum Gottesdienst zu rufen, treten in dieser Zeit an ihre Stelle Ratschen und Klatschen, die von Ministranten fleißig akustisch in Szene gesetzt werden.

Doch bereits vorher sind die Altardiener mit den Klappergeräten in anderer, eigener Mission unterwegs: Traditionell am Tag vor dem Palmsonntag ist für die 143 "Minis" der Pfarrei Mariä Himmelfahrt Zahltag.

Mit ihren Holzgeräten ausgestattet und von Pater Dr. Benedikt Röder vorbereitet, zogen die Ministranten auch diesmal von Haus zu Haus und baten um Gaben. Während die jungen Altardiener einen Korb für Eier und Süßigkeiten dabei hatten, führte der Oberministrant, der "Grouß", eine Dose für das Geld mit sich.

Der Erlös des "Eierklatschens" wird stets aufgeteilt. Eine Hälfte wandert in die Ministrantenkasse unter anderem zur Mitfinanzierung von Ausflügen. Den anderen Teil dürfen die Mädchen und Buben für sich behalten als Entlohnung für ihren liturgischen Dienst das ganze Jahr über.

Die anderen Gaben wurden am Ende der Tour gleichmäßig aufgeteilt. Dies war früher nicht immer so, da gab es noch Rangfolgen. So erhielt ein Neuling wesentlich weniger Eier und Geld als ein älterer Altardiener.
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