Lichterglanz und Budenzauber

Die festlich-vorweihnachtliche Stimmung und das reichhaltige Warenangebot lockten am Wochenende mehrere Tausend Besucher auf den Marktplatz. Bilder: rfü (3)
Lokales
Kirchenthumbach
09.12.2014
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Eine Prise Schnee: Das war das Einzige, was die Besucher des 18. Weihnachtsmarktes vermissten. Ansonsten passte an beiden Tagen jedes Detail. Der Handwerker- und Gewerbeverein hatte an alles gedacht.

In Ruhe bummeln, Freunde und Bekannte treffen, bei einem Glas Glühwein, Burgringfeuer oder heißem Eisenhut-Trunk entspannen, dazu Lichterglanz und Budenzauber - da kam Vorfreude auf das Weihnachtsfest auf. Adventliche Stimmung verbreitete vor allem das Rahmenprogramm. Blaskapelle und Nachwuchsmusiker, das Ensemble Haberberger und Drehorgelmusik stimmten das Publikum mit Advents- und Weihnachtsliedern aus aller Welt auf die "staade Zeit" und die folgenden festlichen Tage ein.

Feuerstellen zwischen den Verkaufsbuden wurden zum Aufwärmen genutzt. Schubkarrenweise schleppten der "Vogel-Heinz" und der "Melber-Alois" die Holzscheite heran. Trotz des fehlenden Schnees gelang es dem Handwerker- und Gewerbeverein sowie den Budenbetreibern - in der Mehrzahl örtliche Vereine -, festlich-vorweihnachtliche Stimmung zu zaubern.

Romantische Lichterspiele

Eingeläutet wurde der Weihnachtsmarkt am Samstag um 17 Uhr mit einem Gottesdienst, bei dem Kerzen die elektrische Beleuchtung ersetzten. Romantisch war auch der Kirchenplatz beleuchtet: Lichterspiele tänzelten an der Fassade des Glockenturmes. Ebenfalls angestrahlt wurde die geschichtsträchtige Marienstatue, auch Frauenbild genannt.

Bürgermeister Jürgen Kürzinger begrüßte am Sonntagnachmittag die Gäste und dankte dem Gewerbeverein für sein Engagement. Dann sprach Christkind Tamara Reisner begleitet von vier Engeln den Prolog. Der verheißungsvolle Auftakt und die verlockenden Düfte von Lebkuchen, frischem Gebäck aus dem Nußstein-Backofen, Glühwein und Bratwürsten schufen sofort eine zauberhafte Atmosphäre.

Schnell herrschte reges Treiben an den Verkaufsständen sowie im Pfarrheim, wo der Missionskreis seine Zelte aufgeschlagen hatte. Das große Warenangebot bedurfte mehrerer Rundgänge, damit auch all die schönen Dinge bewundert werden konnten. Neben kunsthandwerklichen Arbeiten waren Schmuckstücke und Geschenke für den Gabentisch zu finden.

Viel geboten war vor allem auch für die Kinder. Im Keller des Nußsteinhauses gastierte "Hermanns Kasperletheater" mit mehreren Vorstellungen. Droben auf dem Turnerplatz konnten die Kleinen für den guten Zweck - eine Spende für die Kinderkrebshilfe Oberpfalz Nord - auf Ponys reiten. Die Grafenwöhrer Schnitzer hatten sich in der Gastwirtschaft Götz einquartiert.

Geschenke für die Kinder

Großes Lob heimsten nicht nur die Standbetreiber mit ihren tollen Angeboten ein, sondern auch die Blaskapelle, die - in Gruppen aufgeteilt - an verschiedenen Stellen Weihnachtslieder spielte. Der Kulturkreis hatte im Nußsteinhaus den alten Backofen angeschürt und buk unter anderem die Original Nußstein-Semmeln - mit Schockolade gefüllt - und das leckere Eisenhut-Brot.

Höhepunkt des Weihnachtsmarktes war bei beginnender Dunkelheit der Auftritt des Kirchenthumbacher Christkinds. Unter dem Glockenturm der Pfarrkirche verteilte es Geschenke an die Kinder. Am Sonntag gegen 19 Uhr endete die Veranstaltung mit rundum zufriedenen Gesichtern sowohl bei den Beteiligten als auch bei den Besuchern.

Es dürften um die 3000 Menschen gewesen sein, die an beiden Tagen über den Weihnachtsmarkt flanierten. Vor allem viele auswärtige Gäste - darunter auffallend viele aus dem Frankenland -, die es jedes Jahr nach Kirchenthumbach zieht, sind immer wieder begeistert von der tollen Veranstaltung, bei der nicht unbedingt der kommerzielle Gedanke im Vordergrund steht.
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