Magnet für die Region

Turm ohne Aussicht: Trotz wenig Sicht wagten Philipp Jäger (von links), Thomas Seemann und zweiter Bürgermeister Josef Schreglmann den Aufstieg auf die Aussichtsplattform. Bilder: lep
Lokales
Kirchenthumbach
22.10.2015
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Die erste Saison neigt sich dem Ende, die Bilanz fällt durchweg positiv aus. Zahlreiche Besucher bestiegen den Aussichtsturm am Kitschenrain, um ihren Blick bis Bayreuth schweifen zu lassen. Eine neue Attraktion soll künftig noch mehr Interessierte auf den Turm locken.

Auf der Plattform des Aussichtsturms sind nun rund herum Hinweisschilder angebracht. 90 Informationspunkte leiten das Auge nun zu Sehenswürdigkeiten, Bergen und Orten. Philipp Jäger vom Lehrstuhl Geomorphologie der Universität Bayreuth hat die Entfernungspunkte eingemessen. Mit Hilfe des Programmes "Geoinformationssystems" konnte er die Luftlinien-Entfernung zu den Punkten ermitteln.

Nachdem Jäger alles mit den Karten verglichen hatte, fertigte er Schablonen, auf dem die Orte, Erhöhungen mit Höhenmeterangabe und die Entfernungen aufgezeichnet sind. Auch die Mittelgebirge Oberpfälzer Wald, Fränkische Alp, Frankenwald und Fichtelgebirge skizzierte er. Anschließend wurde die Arbeit digitalisiert und der Marktgemeinde Kirchenthumbach übergeben.

Einzelne Orte benennen

Auf Edelstahlplatten wurden diese Skizzen gelasert. Die Firma Seemann aus Kirchenthumbach übernahm die Arbeiten und finanzierte sie der Marktgemeinde Kirchenthumbach. Wenn man nun vor den Hinweisschildern steht und der Fluchtlinie folgt, kann man die Orte benennen. Eine doppelte Belohnung für den Aufstieg auf den rund 25 Meter hohen Turm: Zum beeindruckenden Blick über die Region kommt die Information zu den Orten. Die Platten wurden einfach gehalten. In moderner Form und witterungsbeständig werden sie Jahrzehnte ihre Dienste leisten. Zweiter Bürgermeister Josef Schreglmann bedankte sich bei Philipp Jäger für seine Recherchen und bei Thomas Seemann für die Spende.

"Unsere Bilanz ist sehr positiv. Gerade in den Sommermonaten war der Turm stark frequentiert. Jedes Mal, wenn ich hoch gestiegen bin, begegneten mir etliche Besucher", bilanzierte Bürgermeister Jürgen Kürzinger. Dazu trage die Lage des Turms bei. "Es schließt direkt ein Wald und eine Kirche an. Einige verbinden ihren Besuch mit einem Spaziergang." Auch die Rückmeldungen der Bürger seien positiv. Die Marktgemeinde sei stolz auf ihren Turm. "Man kann sagen, der Turm zieht wie ein Magnet. Er ist eine gute Möglichkeit, unsere Region zu genießen." In den Wintermonaten wird der Aussichtsturm gesperrt, da das Besteigen durch die Glätte zu gefährlich sei.
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