"Mehr als ein Spiel"

Zwölf Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die sich in der Pfarrgemeinde engagieren, wuschen (von links) Pater Dr. Benedikt Röder und Ruhestandspfarrer Helmut Süß im Gottesdienst am Gründonnerstag symbolisch die Füße. Bild: ü
Lokales
Kirchenthumbach
07.04.2015
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Leiden, Sterben und Auferstehung des Herrn: Am Abend des Gründonnerstags begann auch in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt das "Triduum Sacrum". Drei Tage lang wurden die zentralen Inhalte des christlichen Glaubens gefeiert.

Am Altar standen dabei Pater Dr. Benedikt Röder und Ruhestandsgeistlicher Helmut Süß. Die Gottesdienste am Gründonnerstag, am Karfreitag und in der Osternacht bilden eine Einheit: Die Begrüßung am Donnerstag eröffnete das "Triduum Sacrum", der Entlassruf der Osternacht beschloss es.

Aus dem Dunkel ins Licht

Die Gläubigen feierten zunächst das Pascha-Mahl - den Auszug aus der Gefangenschaft in die Freiheit, aus dem Dunkel ins Licht, aus der Nacht in den Tag, aus dem Tod ins Leben. Zum Gloria läuteten noch einmal die Glocken, dann schwiegen sie bis zur Osternacht. Auch die Orgel verstummte in dieser Zeit. Das Evangelium nach Johannes verkündete, wie Jesus an seinen Jüngern den Liebesdienst der Fußwaschung vollzieht und sie so gemeinschaftsfähig macht. Zwölf Menschen aus der Pfarrgemeinde, die sich in kirchlichen Gremien engagieren, wuschen Pater Benedikt und Pfarrer Helmut Süß die Füße. "Dies ist mehr als ein Spiel. Es ist ein Zeugnis, dass wir als Schwestern und Brüder des Herrn einander dienen und in seiner Liebe bleiben wollen", betonte Röder. Im Anschluss daran wurde das letzte Abendmahl gefeiert.

Schmucklose Liturgie

Am Karfreitag stand die Feier vom Leiden und Sterben Christi im Mittelpunkt - nach der biblischen Zählung um die neunte Stunde, die Stunde des Sterbens Jesu. Die Kirche wirkte kahl und nüchtern; kein Tuch, keine Kerzen schmückten den Altar. Es wurde keine Eucharistie gefeiert.

Die schmucklose Liturgie gliederte sich in drei Abschnitte: Wortgottesdienst, Kreuzverehrung und Kommunionfeier. Bei der Kreuzverehrung dankten die Gläubigen dem Herrn für seine Erlösungstat. Mit dem Vaterunser, der Austeilung der Kommunion und dem Segensgebet endete die Feier schlicht und nüchtern - wie sie begonnen hatte.
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