Mehr Leben in Pfarrgemeinde

Pater Dr. Benedikt Röder OPraem (rechts) segnete die Vereinsfahne des wiedergegründeten Burschenvereins. Bild: rfü
Lokales
Kirchenthumbach
05.08.2015
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Der 2. August 2015 wird in die Geschichte der Pfarrgemeinde eingehen. An diesem Tag wurde der Katholische Burschenverein wiedergegründet. "Über dem Himmel von Kirchenthumbach ist ein neuer Stern aufgegangen", sagte Pater Dr. Benedikt Röder.

Alle Vereine und fast die gesamte Pfarrei war auf den Beinen bei der Gründungsfeier in der Pfarrkirche und bei der Segnung und Übergabe der Fahne. Vorausgegangen war ein Festzug vom Feuerwehrhaus zur Pfarrkirche, der von der Blaskapelle angeführt wurde. Pater Dr. Benedikt Röder OPraem hieß die vielen Gläubigen willkommen. Für ihn als Kirchenhistoriker sei es spannend zu erleben, wenn an Geschichte erinnert werde. Dies würden die Gründungsmitglieder tun, die jetzt an die Tradition des Katholischen Burschenvereins anknüpfen würden.

Der damalige Burschenverein habe nicht lange existiert, mit Unterbrechung nur etwa 20 Jahre. Dennoch habe er Spuren hinterlassen im Pfarrarchiv, auf Fotos, in Erinnerungen und besonders durch den Erhalt der wertvollen Vereinsfahne, die der Verein offiziell zurückbekomme.

Pater Benedikt übergab dem Burschenverein die historische Fahne. "Haltet diese wertvolle Gabe in Ehren und tragt sie künftig bei Festzügen und Prozessionen mit stolzer Brust mit", bat der Geistliche, ehe er die Fahne segnete.

In seiner Predigt ging Pater Benedikt unter anderem auf die Geschichte des 1927 erstmals gegründeten Burschenvereins ein. "Wir schreiben heute Geschichte, ihr schreibt heute Geschichte. Ihr knüpft an eine Geschichte aber auch an eine reiche Tradition an. Viele junge Männer vor euch waren Mitglieder des Burschenvereins und haben ihn geprägt. So ein Erbe antreten zu dürfen, hat etwas Besonderes und Erhebendes."

Weiter sagte er: "Seid euch dieser großen Stunde stets bewusst, gerade in Zeiten, die vielleicht nicht so glanzvoll sind. Das macht jeder Verein einmal durch: Zeiten, in denen dem Verein die Strahlkraft fehlt, in denen sich kaum neue Mitglieder gewinnen lassen, in denen es an Personen mangelt, die eine Aufgabe für den Verein übernehmen wollen."

Den Burschen wünschte Pater Benedikt, dass der neue Stern, der über Kirchenthumbach aufgegangen ist, länger strahlen wird als der des Vorgängervereins, der nach kurzer Zeit aus politischen Gründen zum erlöschen gebracht wurde. "Ich wünsche euch, dass ihr nicht zur Sternschnuppe werdet, die nur kurz am Himmel aufleuchtet, um bald wieder zu verschwinden. Ich wünsche euch, dass ihr eure Strahlkraft, eure Ausstrahlung bewahrt und so neue Mitglieder begeistern könnt." Den jungen Männern gab er mit auf den Weg: "Ich danke euch heute für die Wiederbegründung und dafür, dass ihr das Leben in unserer Pfarrgemeinde ein Stück mehr attraktiver macht."

Seine Predigt beendete der Ortspfarrer mit den Worten: "Ein neuer oder besser gesagt ein wieder erstrahlter Stern ist über Kirchenthumbach aufgegangen. Gestern 1927 - heute 2015 und morgen."

Die musikalische Gestaltung übernahm die Gesangsgruppe "Augenblicke". Pater Benedikt dankte allen, die sich am Festzug beteiligt und den Gottesdienst mitgestaltet hatten. Nach der Eucharistiefeier gab es im Pfarrheim einen kleinen Festakt (Bericht folgt).
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