Mit Päckchen Freude schenken

Immer, wenn ein Hilfstransport der Aktion "Für das Leben und die Hoffnung" zusammengestellt wird, helfen junge Kosovaren, die sich in Deutschland bereits eine Existenz aufgebaut haben, beim Verladen mit. Einen Lastwagen, bis unter das Dach mit Weihnachtspaketen für Notleidende beladen, wünscht sich Hans Karl (Zweiter von links) auch in diesem Jahr. Bild: gpa
Lokales
Kirchenthumbach
07.11.2015
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Hunderttausende von Flüchtlingen aus Syrien und Afghanistan, die seit Monaten in Deutschland Hilfe suchen, lassen das furchtbare Morden etwas in Vergessenheit geraten, das vor zwei Jahrzehnten quasi vor der Haustür geschah. Die Wunden des Krieges auf dem Balkan sind noch lange nicht verheilt: Menschen leben in bitterster Not und hoffen auf Hilfe.

Weihnachten, das "Fest der Freude", rückt immer näher, doch für viele wird es sicher kein Freudenfest. Darunter sind auch Menschen auf dem Balkan, die immer noch unter den Spätfolgen eines unbarmherzigen Bürgerkrieges, der ihre Heimat in ein Trümmerfeld verwandelte, leiden.

Betroffen sind vor allem die Schwächsten: Menschen in Altenheimen, besonders aber die vielen Waisenkinder, die in Kinder- und Jugendheimen ohne Perspektive auf eine bessere Zukunft leben. Ihnen gilt die besondere Aufmerksamkeit von Hans Karl und seiner Aktion "Für das Leben und die Hoffnung".

Zwar gibt es auch in Deutschland Menschen, die nicht im Überfluss leben und jeden Cent zwei Mal umdrehen müssen, bevor sie ihn ausgeben. Doch die Not in Bosnien, Serbien und im Kosovo ist ungleich höher. Zu allem Unglück suchte vergangenes Jahr eine Überschwemmungskatastrophe Bosnien und Serbien heim, worunter die Einwohner zusätzlich zu leiden haben. 48 Prozent von ihnen leben an der Armutsgrenze, 18 Prozent sogar darunter.

Zusammen mit "Pomoc"

"Gerade Lebensmittelpakete sind für diese Menschen eine wertvolle Hilfe", weiß Hans Karl, Initiator der Aktion "Für das Leben und die Hoffnung". Zusammen mit der Aktion "Pomoc" im Landkreis Amberg-Sulzbach startet er in diesen Tagen die Päckchen-Aktion für Weihnachten. Dabei hofft er, dass nicht nur Familien diese wieder unterstützen, sondern auch Vereine und Jugendgruppen sowie Schulen ihr Herz öffnen und mit eigenen Paketen einen Beitrag zum Gelingen der Aktion leisten.

Nutznießer sind Waisenhäuser, Kinderheime, kinderreiche Familien, Behinderte und alte Menschen in der Diözese Banja Luka in Bosnien. Über die Paketgröße kann jeder Spender selbst entscheiden, ebenso über die Zielgruppe (Mädchen oder Junge und das Alter vermerken).

Kaba und Spielzeug

Für ein Kinderpaket eignen sich Kekse, Plätzchen, Nougat- und Müsliriegel, Schokolade, Salzstangen, Vitaminbonbons. Kaugummi, Cornflakes, Traubenzucker, Kaba sowie Obst in Dosen. Besonders willkommen sind Spielzeug sowie Socken, Mützen, Schals und Handschuhe.

In Betracht für ein Familienpaket kommen Kaffee, Teebeutel, Puddingpulver, Bienenhonig (in Plastikbehältern), Dosenfisch, Nüsse, Nudeln, klare Fleischsuppe, Tomatensoße, Käse und Salami (in Folien verschweißt). Duschgel, Zahnpasta, Zahnbürsten, Hautcreme, Shampoos und Handtücher sind ebenfalls sehr begehrt.

Die Spender werden gebeten, keine Seife und Waschmittel (starke Duftstoffe) sowie keine Gläser in die Lebensmittelpakete zu geben. Als Geschenk ungeeignet sind zudem Monsterfiguren und Kriegsspielzeug.
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