Pater Benedikt: Nachdenkliche Predigt zum Blasius-Segen
Heilsame Berührung

Mit zwei gekreuzten Kerzen spendete Pater Dr. Benedikt Röder am Ende des Gottesdienstes den Blasius-Segen. Bild: rfü
Lokales
Kirchenthumbach
06.02.2015
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Sehr gut besucht war der Abendgottesdienst, in dem Pater Dr. Benedikt Röder den Gläubigen den Blasius-Segen erteilte. "Gottes heilende Nähe dürfen wir uns heute auch auf die Fürbitte des heiligen Blasius schenken lassen. Wir feiern seinen Geburtstag und wollen uns im Blasius-Segen heilsam berühren lassen", sagte er zu Beginn.

Blasius war Bischof von Sebaste in Armenien und starb im vierten Jahrhundert als Märtyrer. Er ist einer der 14 Nothelfer. Der Legende nach hat Blasius einen Jungen, der eine Gräte verschluckt hatte, vor dem Erstickungstod gerettet.

Es sei nicht so, dass jeder, dem er den Blasius-Segen erteile, automatisch keine Mandel- oder Halsentzündung mehr bekomme, stellte Pater Benedikt heraus, Das wäre ein magisches Verständnis des Segens und würde an Zauberei erinnern. "Nein, wenn wir alle mit den überkreuzten Kerzen den Segen erhalten, dann will uns das sagen, dass Gott unser Leben heller machen will. Er will unsere Dunkelheit erleuchten", betonte der Seelsorger

Man könne der Wirksamkeit des Blasius-Segens noch auf einem anderen Weg näher kommen. "Welche Bedeutung hat der Hals für unser Leben?", fragte Pater Benedikt und machte deutlich: Der Hals sei so wichtig, dass er in zahlreichen Sprichwörtern vorkomme.

Als Beispiele nannte er: "Einer kriegt den Hals nicht voll", "Das ist ein Geizhals", "Eine Sache am Hals haben", "Etwas hängt jemand zum Hals heraus", "Jemand hat etwas in den falschen Hals bekommen", "Einem steht das Wasser bis zum Hals".

Abschließend gab der Geistliche den Gläubigen noch etwas zum Nachdenken mit auf den Weg: "Die Christen sollten sich beim Empfang des Blasius-Segens die Frage stellen, von welcher Krankheit - auch im übertragenen Sinn - sie überhaupt geheilt werden wollen?"
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