Pater Dr. Benedikt Röder spricht zu Allerheiligen die Jugend direkt an
Der Tod ist Teil des Lebens

Pater Dr. Benedikt Röder. Bild: ü
Lokales
Kirchenthumbach
02.11.2015
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"Der Tod darf nicht verdrängt werden. Ohne dieses Ende wäre das Leben eine unerträgliche Endlosschleife." In seiner Predigt zu Allerheiligen sprach Pater Benedikt im vollen Gotteshaus vor allem die Jugend zu einem heiklen Thema an.

Beim Gräbergang waren danach rund 2000 Gläubige bei Sonnenschein auf dem Friedhof. Pater Dr. Benedikt Röder segnete die Gräber. In der Allerseelen-Andacht versuchte er, die Jugend mit dem Thema Tod zu konfrontieren. Er bezog Chartstürmer Joris und Nena in seine Predigt ein: Beide hatten in Interviews erklärt, dass sie sich regelmäßig mit dem Thema Tod beschäftigen. "Das sind die Themen, die einen am meisten beschäftigen. Liebe, und eben auch der Tod - aber in positiver Art und Weise." Die positive Art, sich an Verstorbene zu erinnern. Röder warnte davor, den Tod von Kindern fernzuhalten, sie nicht mit zu einer Beerdigung zu nehmen. Aber Aufgabe der Erwachsenen sei, die Kinder aufs Leben vorzubereiten und dazu zähle der Tod."

Pater Benedikt bat die Gläubigen sich zu erinnern, dass das Leben einmal enden wird. "Genießen wir daher unser Leben, nehmen wir jeden Tag als Gottes Geschenk, verschieben wir unser Leben nicht auf morgen - und verdrängen wir dabei den Tod nicht." Der Geistliche zitierte Mark Twain: "Gib jedem Tag die Chance, der Schönste deines Lebens zu werden." Niemand könne tiefer fallen, als in Gottes Hände.

Angeführt von der Blaskapelle, bewegte sich nach der Allerseelenandacht eine lange Prozession zum Friedhof. Die Gläubigen beteten für ihre verstorbenen Angehörigen. Insbesondere die ältere Generation gedachte vor dem Kriegerdenkmal der Gefallenen. Die letzten Ruhestätten waren auch in diesem Jahr mit viel Liebe und Aufwand geschmückt worden.
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