Pilger bewältigen älteste Wallfahrt Mitteleuropas
Bitte um Einlass

Elfriede Gradl (von links), Ludwig Lindner jun., Robert Herl und Johannes Leipold beteiligten sich an der Wallfahrt von Salzburg nach Bayern. Bild: lep
Lokales
Kirchenthumbach
21.10.2015
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Übers Steinerne Meer im Salzburgischen auf alten Pfaden ins Berchtesgadener Land bis zum Watzmann am Königssee pilgerten rund 2500 Wallfahrer. Bei der ältesten Wallfahrt Mitteleuropas überflügeln die Melodien der Trachtenkapelle Maria Alm einen Tag lang die erhabene Stille der Berge - 32 Kilometer, 1500 Höhenmeter hinauf und 1800 Höhenmeter hinunter. Diese Strapazen nahmen auch vier Pilger aus dem Gemeindebereich Kirchenthumbach auf sich.

Die Wallfahrt von Salzburg nach Bayern beginnt mit dem Aufstieg von Maria Alm zum Riemannhaus. Um drei Uhr morgens brechen die Wallfahrer im Tal auf, um die Morgenmesse am Riemannhaus in 2177 Metern Höhe zu erreichen.

Der Zug der "Barthlomä-Geher" schlängelt sich dann über die steinige Hochfläche, das Steinerne Meer bis zur Staatsgrenze. Hier werden sie von der bayerischen Polizei empfangen und bitten um Einlass. Dieser Brauch stammt aus der Zeit, als Zöllner an der Grenze stationiert waren. Oberhalb des Funtensees wird der Almsegen gespendet, bevor die Gläubigen zum Kärlingerhaus ziehen.

Am Funtensee wird Rast gemacht und die Almer Musikkapelle spielt. Danach folgt der anstrengendste Teil, die "Saugasse". Auf einem circa ein Kilometer langen Stück, mit einem Gefälle von 70 Prozent, geht es abwärts. Sie ist die spektakulärste Passage der Wallfahrt. Zum Abschluss der Bergtour wird in der Kirche St. Bartholomä eine Messe gefeiert.
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