Raiffeisen-Vorstand geht auf Folgen für Sparer ein
Krise und Zinsen

Lokales
Kirchenthumbach
04.07.2015
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Mit der Griechenland-Krise, der aktuellen Zinsentwicklung und Anlagevorschlägen befasste sich Vorstandsmitglied Thomas Keck in der Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Grafenwöhr-Kirchenthumbach (wir berichteten). 2004 habe sich die Regierung in Athen die Aufnahme in die Eurozone "mit gefälschten Finanzdaten erschummelt", sagte Keck. Jetzt sei festzustellen, "die Verhandlungen haben in einem Fiasko geendet". Griechenland drohe der Staatsbankrott.

Der Referent versuchte die Frage zu beantworten, welche Folgen die Krise für die Sparer habe. Eine direkte Auswirkung auf die Zinsen werde diese nicht haben, erklärte er. Sollte ein Schuldenschnitt erfolgen, könne dieser aber einiges an Steuergeldern kosten. Die Frage, ob eine Zinswende bald kommen werde, verneinte Keck mit Blick auf die Prognosen der Experten und Volkswirte. Insbesondere die Tagesgeld-Zinsen blieben auch in Zukunft niedrig. Der Grund dafür sei, dass die Notenbanken so viele neue Instrumente geschaffen hätten, dass sie gar nicht darauf angewiesen seien, die Leitzinsen zu erhöhen. Es reiche aus, den Kauf von Staatsanleihen einzustellen.

Der Raiffeisen-Vorstand nannte Antworten, welche alternativen Lösungen es für die Kunden gebe. Deshalb sei die Beratung durch die Bank noch nie so wichtig gewesen wie heute. Tagesgeld reiche nicht mehr aus, um das Alter abzusichern. Wer sein Sparziel erreichen wolle, komme gar nicht umhin, Wertpapiere beizumischen, merkte Keck an. "Ansonsten verschenken Sie bares Geld." Abzuwarten, bis die Zinsen steigen, sei die falsche Strategie.
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