Rohre richtig reparieren

Lokales
Kirchenthumbach
08.08.2015
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Vermehrte Wasserrohrbrüche bereiten den Verantwortlichen in Kirchenthumbach Kopfzerbrechen. Besonders in der Lindenstraße scheint das zum Teil schon in den 1950er Jahren verlegte Rohrmaterial anfällig. Was tun?

Auf ein Ende der Rohrbrüche hoffen oder die ganze Leitung zwischen der Eschenbacher Straße und dem ehemaligen Hauptschulgelände austauschen? Mit diesem Vorschlag sahen sich die Räte in der jüngsten Sitzung konfrontiert. Bürgermeister Jürgen Kürzinger verlas eine Bewertung von Bauhofleiter Jörg Dollhopf zum vermuteten Schadensumfang. Gleichzeitig äußerte sich der Techniker zu Sanierungsvorschlägen.

Danach bildet die Hauptwasserleitung mit dem Durchmesser von 125 Millimetern einen Ringschluss zwischen der Bayreuther Straße, der Firma ATP, der Prüschenk-Straße und der Lindenstraße bis zur Eschenbacher Straße. Auch das Sportgelände wird mit der nicht mehr zeitgemäßen Asbestzement-Leitung erschlossen, so der Bauhofleiter.

Nach einer Analyse möglicher Ursachen zitierte der Bürgermeister die Schlussfolgerungen von Jörg Dollhopf. Der Bauhofleiter kam auf eine bisherige Schadenssumme von circa 35 000 Euro für die Reparaturen und verglich den Betrag mit Neubaukosten. Einschließlich neuer Hausanschlüsse kam der Tiefbauexperte auf eine Kostenschätzung von rund 195 000 Euro.

Noch 17 Jahre

Dollhopf warnte vor weiteren Schäden. "Die Unterhaltskosten gehen ins Geld und belasten die Wasserrechnung." Bei der gleichen Anzahl an Reparaturleistungen wie in den vergangenen Jahren sah der Bauhofleiter spätestens in 17 Jahren eine Schadenssumme in Höhe der Neubaukosten erreicht.

Als Schlussfolgerung diskutierte der Marktgemeinderat über die Notwendigkeit einer neuen Wasserleitung ohne Asbestanteile. Auch die Verlegung eines neuen Abwasserkanals wurde zum Gesprächsthema. "Das würde aber noch mehr Kosten verursachen", war sich das Gremium einig.

Irgendwie und irgendwo anfangen sollte man aber trotzdem, befand Winfried Sporrer. Weiteren Sanierungsbedarf gebe es genug. Geteilt wurden die Bedenken von Manfred Schaller: "Der Werkstoff Asbestzement ist nicht mehr zeitgemäß." Dritter Bürgermeister Werner Trenz wusste: "Bei einem kompletten Neuanschluss fallen Kosten für die Anlieger an." Geschäftsleiter Alfred Rauch relativierte diese Vermutung mit Informationen zu den Voraussetzungen einer Beitragspflicht.

Einig über Liste

Für Bürgermeister Kürzinger war die Erstellung einer Prioritätenliste denkbar. Diese soll in den Fraktionen angedacht und dann noch in diesem Jahr in einer Sitzung des Marktgemeinderates besprochen werden. Darüber waren sich Bürgermeister und Marktgemeinderat einig.
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