Selbst Beitrag zum Frieden leisten: Konfirmanden stellen sich mit Gottesdienst vor
Spirale der Gewalt unterbrechen

Lokales
Kirchenthumbach
12.03.2015
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Zehn junge Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde gehen heuer zur Konfirmation. In einem selbst gestalteten Gottesdienst stellten sie sich den Gläubigen vor. Als Thema hatten sie den Frieden gewählt, genauer: "Gewalt in der Welt - Terror in Paris". Schon in der Vorbereitung beschäftigten sich die Jugendlichen intensiv mit aktuellen Nachrichten und wichtigen Zusammenhängen.

Die Besucher des Gottesdienstes wurden mit moderner Musik auf die Feier eingestimmt. Ausschnitte aus den Nachrichten, gezeigt über den Beamer, verdeutlichten die Notwendigkeit, weiterhin für den Frieden zu beten. Auch in der Bibel finden sich zahlreiche Beispiele für Gewalt. Die Konfirmanden wählten den Mord Kains an seinem Bruder Abel, um in einer Lesung mit verteilten Rollen zu zeigen, dass die Strafe für Kains fehlerhaftes Handeln hoch war - dass Gott aber dennoch die Spirale der Gewalt durchbricht und ihm einen neuen Anfang ermöglicht. Ihre Ideen, wie sich durch das eigene Handeln ein Beitrag zum Frieden leisten lässt, durften die Gottesdienstbesucher auf kleine Zettel schreiben, die auf einem Flipchart gesammelt wurden.

Neben vielen modernen Bestandteilen griffen die Konfirmanden für die Feier auch auf bewährte liturgische Elemente zurück: ein Psalmgebet, das Friedensgebet von Franz von Assisi, das Vaterunser und der Segen, gesprochen von Pfarrerin Anne Utz, die Orgelbegleitung von Jochen Junkawitsch zum Lied "Gib uns Frieden jeden Tag".

Wenn Jugendliche einen Gottesdienst so gestalten dürfen, wie sie wollen, dann wird dieser natürlich nicht an einem Sonntagvormittag, sondern am Samstagabend gefeiert - und ist mit einem gemeinsamen Essen verbunden, zu dem die Konfirmanden im Anschluss einluden.
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