"Sepp" ist nun einsatzbereit

Lokales
Kirchenthumbach
25.07.2015
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Der Fuhrpark der Feuerwehr Kirchenthumbach hat Zuwachs bekommen: Vom neuen Fahrzeug, ein Dekon-Lkw P, gibt es in ganz Bayern bisher 88 Stück. Er verfügt über umfassende Ausstattung für den Katastrophenschutz im Landkreis.

Dekon-Lkw P ist die Abkürzung von "Dekontaminations-Lastkraftwagen Personen". Der 16-Tonner transportiert vor allem Ausstattung zur Dekontamination und der anschließenden hygienischen Reinigung von Einsatzkräften. Er kann bei chemischen, biologischen und radiologischen Verunreinigungen zur Entgiftung, Entseuchung und Entstrahlung eingesetzt werden.

Dank für Verdienste

Die Ausstattung umfasst ein luftgestütztes Dusch- und Aufenthaltszelt, eine Duschkabine, einen Wasserdurchlauferhitzer, ein dieselbetriebenes Zeltheizgerät, eine Pumpe zur Frischwasserversorgung, einen Frischwasservorratsbehälter, zwei Schmutzwasserpumpen und einen Abwasserbehälter, Schlauchmaterial und Armaturen, Beleuchtungsmaterial und Elektrokabel sowie einen Stromerzeuger. Mit der kompletten Ausstattung lässt sich ein Dekontaminationsplatz aufbauen und betreiben. Der Allrad-Lkw kostet einschließlich der Ausstattung rund 230 000 Euro

Kommandant Wolfgang Böhm erklärte, wie man zu diesem Fahrzeug kam. 2001 übernahm die Feuerwehr Kirchenthumbach ein altes DMF der Feuerwehr Weiden. Auf Rat von Ehrenvorstand Josef Schuller sollte dieses Fahrzeug bei der Feuerwehr Kirchenthumbach untergebracht und betrieben werden, da es in naher Zukunft ausgetauscht werden sollte. 2011 wurde es dann außer Dienst gestellt. Nach vier Jahren ohne Fahrzeug kam im Januar 2015 der erlösende Anruf von Klaus Lotter aus dem Landratsamt. Aus diesem Grund entschieden die beiden Kommandanten Böhm und Torsten Goss, dass es erstmalig in der Geschichte der Feuerwehr ein Fahrzeug mit einem Namen geben sollte. Pater Benedikt Röder und Pfarrerin Anne Utz segneten und tauften das Fahrzeug auf den Namen "Sepp". Das sollte als kleines Dankeschön für Josef Schullers Verdienste bei der Feuerwehr gelten. Peter Speckner, Kommandant der Sassenreuther Patenfeuerwehr, übergab an die Kameraden eine Christophorus-Figur und wünschte gute Fahrt.

Auch Landrat Andreas Meier, selbst aktiver Feuerwehrmann in seiner Heimatgemeinde, geriet ins Schwärmen: "Es geht einem schon das Herz auf, wenn man dieses Fahrzeug sieht. Ein absolutes Schmuckstück." Zum neuen Lkw, der auch als Transportfahrzeug genutzt werden kann, sagte der Landrat, er hoffe, dass es nur wenig eingesetzt werden müsse. Er dankte den Kirchenthumbacher Kameraden für ihr Engagement.

Bund übernimmt Kosten

Er ließ er es sich nicht entgehen, mit dem Fahrzeug selbst eine "Runde" um Kirchenthumbach zu drehen. Bürgermeister Jürgen Kürzinger sagte voller Stolz, es sei schön, dass auch die Kirchenthumbacher Wehr mit so einem Fahrzeug ausgestattet worden sei, das der Gemeinde keinen Euro gekostet habe. Die Kosten für Fahrzeugbeschaffung und laufenden Unterhalt werden vom Bund getragen.
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