Spenden aus Kirchenthumbach helfen Kriegsflüchtlingen
987 Kartons

Kaffeepause der Helfer. Fahrer Avdija Ibzahim (Dritter von rechts) hatte Gaskocher, Tassen, und eine Pfanne für seine tägliche Verpflegung dabei. Der Serbe ist in ganz Europa unterwegs, nur zwei Tage im Monat ist er bei seiner Familie. Er teilte mit (von links) Zize Noltemeier, Sabiha Brahimaj, Gzim Brahimaj, Hans Karl und Gonan Petrósic. Bild: lep
Lokales
Kirchenthumbach
15.06.2015
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15 Meter lang war der Lastwagen, den die Helfer um Hans Karl für die Aktion "Für das Leben und die Hoffnung" zu beladen hatten - mit 987 Kartons. Darin waren Kleidung für Erwachsene und Kinder, Bettwäsche, Handtücher, Schuhe und Hygieneartikel. Mit auf die Reise gingen Fahrräder, Kinderwägen und Spielsachen, die ein Spender aus Öttingen zur Verfügung stellte. Dazu kam gebrauchte Feuerwehrkleidung der Pressather Wehr .

1995 ging der erste Transport in Zusammenarbeit mit dem Mutter-Teresa-Verein in Nürnberg in den Kosovo. Gzim Brahimaj kehrte nach der Flucht vor dem Krieg dorthin zurück und gründete 1999 den humanitären Verein "Dushkaja". Seitdem gehen im Durchschnitt zwei Lkw-Ladungen jährlich an seine Hilfsorganisation.

Seit dem Bürgerkrieg leben im Kosovo Tausende von Flüchtlingen in ärmsten Verhältnissen. Arbeit ist kaum vorhanden. Die Versorgung durch den Staat sei zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Deshalb sind die Hilfsgüter aus Kirchenthumbach ein "wahrer Segen für die arme Bevölkerung.

Der nächste Transport soll aber nach Bulgarien gehen. Gut erhaltene Kleidung, vor allem Kinder- und Babybekleidung, Bettwäsche und Handtücher können täglich in den Sammelstellen Kirchenthumbach/Burggrub (Ortsmitte) sowie in Trabitz bei Familie Stabla, Paul-Leistritz-Straße 20, Telefon 09644/91240, abgegeben werden.
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