Sportclub will Gymnastik für Senioren anbieten - Demografischer Wandel ein Problem im ...
Sparte Nummer sieben kommt

Lokales
Kirchenthumbach
02.04.2015
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Der Sportclub arbeitet an der Gründung einer neuen Abteilung: Für Senioren soll eine Sparte Gymnastik/Aerobic entstehen, verkündete Vorsitzender Gerhard Lindner in der Jahreshauptversammlung des Sportclubs (wir berichteten). Derzeit existieren neben der Fußball- und der Tennisabteilung die Sparten Volleyball, Kinderturnen, Damen-Aerobic und Lauftreff.

Als großes Problem im Jugendbereich in der Zukunft sehen die Verantwortlichen den demografischen Wandel an. Bereits jetzt seien deutlich weniger Kinder und Jugendliche als in den vergangenen Jahren aktiv. "Sollte sich dieser Trend fortführen, werden wir große Probleme bekommen", erklärte Stephan Schmidt, der Leiter Juniorenfußball. Er forderte, gezielt auf Eltern zuzugehen, um deren Kinder für Sport zu begeistern.

Derzeit umfasse die Abteilung neun Mannschaften, von der G-Jugend bis hinauf zu den A-Junioren, teilte Schmidt mit. Auch drei Mädchenteams stelle der Verein aktuell; zwei davon seien im Spielbetrieb. Die Tendenz hier sei erfreulicherweise zunehmend. Insgesamt seien aktuell zirka 110 Buben und Mädchen im Verein aktiv, sagte der Spartenleiter.

Große Entfernungen

Besonders erfreut zeigte er sich über die beiden Meisterschaften der E-Junioren und die Qualifikation der D-Junioren zur Aufstiegsrunde. Als negativ empfand er die teilweise großen Entfernungen, die die Kickerinnen der Mädchenmannschaften mit ihren Eltern und Trainern zu Spielen zurücklegen müssen. "Strecken bis Erlangen und ins tiefste Franken sind keine Seltenheit", berichtete Schmidt.

Team muss sich finden

Die von Andreas Freiberger und ihm selbst trainierte A-Jugend habe altersbedingt sieben Spieler in den Seniorenbereich abgeben müssen, informierte Richard Fraunholz. Mit einem Team, das überwiegend aus B-Junioren bestehe, sei in der Herbstrunde der fünfte Platz unter acht Mannschaften erreicht worden. Die Frühjahrsrunde solle genutzt werden, um sich für die Herbstrunde einzuspielen beziehungsweise sich zu finden. Deshalb trete man ohne drei ältere A-Junioren an.

Die Betreuer bemängelten das nötige Interesse bei manchen Spielern. Auch gebe es beim Training immer wieder Überschneidungen mit den Übungszeiten der Feuerwehr,. Kritik übte Fraunholz zudem am Spielmodus: Alle Vereine, die die Aufstiegsrunde nicht erreichten, spielten im Frühjahr nur mehr um die "goldene Ananas": "ein Motivationskiller."
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