Weiherwiesen: Marktgemeinderat reduziert Anzahl der geplanten Parzellen
Bauverbot unter der Stromleitung

Lokales
Kirchenthumbach
10.11.2015
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Im Bereich Weiherwiesen behindert eine Starkstromleitung des Bayernwerks die Ausweisung eines weiteren Baugebiets im geplanten Umfang. Bürgermeister Jürgen Kürzinger und Geschäftsleiter Alfred Rauch berichteten dem Marktgemeinderat vom Ergebnis eines Besprechungstermins mit den wichtigsten Trägern öffentlicher Belange. Als Bedenkenträger habe sich dabei besonders der Stromversorger gezeigt, bedauerten beide. Hintergrund seien Bauverbotszonen im Bereich der Freileitung.

Der Empfehlung des Kreisbaumeisters folgend beschlossen die Räte nach kurzer Diskussion eine Reduzierung der Bebauungsfläche. Der Großteil der Parzellen bleibt erhalten: Insgesamt sind im Entwurf des geänderten Bebauungsplanes 18 Bauplätze eingezeichnet, 15 davon befinden sich im Eigentum der Marktgemeinde. Trotzdem hofft das Gremium mittelfristig auf eine Nutzung der gesamten Flächen im Gewerbegebiet Weiherwiesen II. Voraussetzung dafür sind höhere Strommasten.

Für zehn Prozent Zuschuss

Knapp 15 000 Euro kosteten der katholischen Kirchenverwaltung St. Georg die Sanierung der Friedhofsmauer in Neuzirkendorf und die Renovierungsarbeiten am Leichenhaus. Nach deren Abschluss beantragten Pfarradministrator Pater Markus Flasinski und Kirchenpfleger Hubert Haberberger bei der Marktgemeinde einen Zuschuss in einem "erträglichen" Umfang. Bemühungen der Pfarrgemeinde, von der Erzdiözese Bamberg eine Förderung zu erhalten, seien mit der Begründung abgelehnt worden, dass der Unterhalt eines Friedhofs Pflichtaufgabe der Kommune sei, heißt es im Antrag der Kirchenverwaltung.

Nachdem Bürgermeister Jürgen Kürzinger beispielhaft auf Spenden der Marktgemeinde für kirchliche Einrichtungen hingewiesen und einen Förderrahmen von zehn Prozent geschlussfolgert hatte, plädierte Georg Adelhardt ebenfalls für einen Zuschuss von einem Zehntel der Investition. Diesen Prozentsatz hielt Winfried Sporrer "für viel zu wenig". Sein Argument: "Die Lage hat sich geändert; Neuzirkendorf hat alles selber finanziert".

Dominik Brütting plädierte für eine Gleichbehandlung, bedauerte allerdings die nachträgliche Antragstellung. In das gleiche Horn stießen Jan Wiltsch und Manfred Schaller, seine Kollegen von der SPD. Auch sie hielten eine Unterstützung von zehn Prozent für konsequent. Winfried Sporrer wurde daraufhin konkreter: Er hielt einen Zuschuss von 30 Prozent für richtungsweisend. Der CSU-Rat fand dabei Unterstützung bei Harald Oberst und Angela Kummert-Schleicher.

Zwei Abstimmungen

Nach längerer Diskussion ließ Bürgermeister Jürgen Kürzinger abstimmen. Für den Antrag von Winfried Sporrer auf einen Zuschuss von 4500 Euro votierten drei Räte, zehn waren dagegen (vier Mitglieder des Gremiums fehlten entschuldigt). In einem zweiten Beschluss entschied sich das Gremium mit 12:1 Stimmen für eine Zuwendung von 1500 Euro.
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