Weiter Weg für die Katz'?

Der "Eiffelturm" der Kirchenthumbacher bedarf einer besseren Vermarktung, fordern die CSU-Gemeinderäte. Gedacht ist an einen speziellen Flyer für das Bauwerk auf dem Kalvarienberg bei Thurndorf. Bild: do
Lokales
Kirchenthumbach
07.12.2015
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Die Idee muss erst noch reifen. Ziel ist ein gemeinsamer Bauhof der VG-Mitgliedsgemeinden Kirchenthumbach, Schlammersdorf und Vorbach. Gleichlautende Anträge der CSU-Vertreter in den Gemeinderäten der Kommunen beschäftigen derzeit die Gremien.

Für die CSU-Fraktion im Marktgemeinderat plädierten zweiter Bürgermeister Josef Schreglmann und Marktrat Winfried Sporrer in ihrem schriftlichen Antrag für nachhaltige Veränderungen in der Zusammenarbeit der kommunalen Bauhöfe. Eine intensivere Kooperation ist der erste Schritt, ein gemeinsamer VG-Bauhof unter zentraler Leitung das Fernziel der Antragsteller. In ihrem Schreiben zählten die Markträte zahlreiche Synergieeffekte auf und nannten als Beispiele die Nutzung eines gemeinsamen Maschinenparks und der qualifizierten Personalausstattung. Für die CSU-Fraktion ist auch ein komplettes Abwasser- und Wassermanagement vorstellbar.

Zeit ist gekommen

Josef Schreglmann gab zu: "Dahin ist noch ein weiter Weg." Es sei jedoch an der Zeit, das Thema anzuschneiden, auch wenn er, so Schreglmann, aus den Nachbargemeinden ein Grummeln verspüre. Der zweite Bürgermeister ist davon überzeugt, dass auch die Vorbacher und Schlammersdorfer in einem Einheitsbauhof gut aufgehoben wären. Als Beispiel nannte er unter anderem die Wasserversorgung. Der Wasserzweckverband Vorbach zahle derzeit an das Grafenwöhrer Wasserwerk viel Geld. Das könnte auch in der VG bleiben. Als weitere Vorteile nannte Josef Schreglmann unter anderem das handwerkliche Können der Bauhofmitarbeiter. Wünschenswert sei auch ein gemeinsamer Schulverband. Heribert Lassner bezog sich auf die jüngste Diskussion in der VG-Sitzung und empfahl, doch zunächst den örtlichen Bauhofleiter zu hören. Jan Wiltsch schlug ergänzend vor, auch die Kämmerei in die Diskussion einzubinden. Winfried Sporrer relativierte: "Alles ist noch Zukunftsmusik." Aber Gedanken machen sollte man sich schon, und Richard Götz entdeckte nach der Debatte in der VG-Sitzung Ängste in den anderen Mitgliedsgemeinden.

"Gehen wir doch erst das an, was nach Gemeinsamkeiten ruft", bemerkte Götz. Bedenken erhob Johann Hammer. "Wir haben einen guten Bauhof, der sollte seine Arbeit auf Kirchenthumbach beschränken, da gibt's genug zu tun." Georg Adelhardt schloss sich dieser Argumentation an: "Wir kommen mit unseren eigenen Arbeiten nicht nach." Von guten Erfahrungen sprach Bürgermeister Jürgen Kürzinger. Besonders bei Geräteausleihen im Vier-Städte-Dreieck arbeite man erfolgreich zusammen. Bei einer noch engeren Zusammenarbeit müsse jede Gemeinde ein Stück Bauhof abgeben, zeigte der Bürgermeister die Konsequenzen auf.

Fundierte Information

"Für die Katz" hielt Daniel Götz die ganze Diskussion. Sie verunsichere nur das Personal, ohne dass der Marktrat Näheres erfahre. Götz forderte deshalb fundierte Hintergrundinformationen. Dieser Auffassung war auch Dominik Brütting. "Aller Anfang ist eine fachliche Stellungnahme", und Werner Schaller mahnte: "Erhalten wir uns einen guten selbstständigen Bauhof." Schließlich war sich das Gremium einig, als ersten Schritt eine Stellungnahme des Kirchenthumbacher Bauhofleiters Jörg Dollhopf einzuholen.
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