Wenn der Pfarrer eine Reise tut

Der Pfarrer musste auf dem Boden übernachten, die Nonne hatte es im Feldbett etwas komfortabler: Hedwig Lindner (rechts) und Angelika Linder spielten beim Frauenbund-Fasching in einem Sketch nach, wie es auf einer Wallfahrt zugehen könnte. Bild: ilt
Lokales
Kirchenthumbach
13.02.2015
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Sie waren alle da: der Indianer, die Prinzessin, der la(h)mmfromme Pfarrer, der Punker und der Hippie. Und alle wollten beim Fasching des Katholischen Frauenbundes nur eines - Feiern bis in den Abend.

Schon am frühen Nachmittag war der Pfarrsaal gut gefüllt. Die Frauenbund-Mitglieder waren naturgemäß stark vertreten, aber auch Bekannte aus Grafenwöhr, Oberbibrach und Troschenreuth waren zu Gast. Sie stärkten sich am Anfang mit Kaffee und selbst gebackenen Kuchen und Torten für das Programm, das höchsten Unterhaltungswert versprach.

Anita Weber, die Theater-Beauftragte des Zweigvereins, zeigte wieder ihr Können im Reimen von Gstanzln und Schreiben von kurzen Stücken. Zunächst wurde über die Politik, die schlechte Laune, die Wirtshäuser und die Kirchen hergezogen.

In den Gstanzln hieß es unter anderem: "Wer glaubt - doch das ist von gestern Schnee - in Dumba regiert nur die CWG, bei dem stimmt was nicht, bei dem stimmt was nicht, bei dem stimmt bestimmt was nicht." Auch nach "Doch wer da sagt, 'oh je, oh je, auf'm Chefsessel sitzt nun die SPD'" und "Wer sagt, 'Zu unserem Verein, da tret' ich erst im Alter ein'" schloss sich der Refrain an. Das Sing-Team bestand aus Monika Steger, Anita Weber, Rosi von der Grün, Hedwig und Angelika Linder, Monika Weiß, Cilli Böhm, Jutta Heindl, Margit Steger und Monika Renner.

Seit Wochen probten die Mitglieder Einakter. Wenn der Pfarrer, gespielt von Hedwig Lindner, mit der Nonne, dargestellt von Angelika Linder, eine Reise tut, dann gibt's was zu erzählen. Beiden zeigten in dem Stück humorvoll, wie es auf einer Wallfahrt zugehen könnte. Die Lacher waren auf der Seite der beiden Schauspielerinnen. Auch Pater Benedikt amüsierte sich köstlich.

Zwischen den sechs Aufführungen spielte Alleinunterhalter Franz aus Schwandorf Unterhaltungsmusik. Zu "Blue Hawaii" oder "Rote Rosen" zeigten sich die Besucher auf dem Tanzparkett: Es wurde getanzt wie der sprichwörtliche Lump am Stecken. Für den Vorstand sind die Erlöse aus Veranstaltungen sehr wichtig, denn damit werden unter anderem Hilfsprojekte des Frauenbundes der Diözese Regensburg unterstützt.
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