Zeitlos und urban

Gedacht für die Ewigkeit, möchte sich der Marktgemeinderat im Kirchenthumbacher Friedhof anstelle von Urnenwänden auf Urnen-Säulen festlegen. Eine Fotomontage verdeutlicht das gedachte zeitlose Erscheinungsbild der Grabmäler. Bild: do
Lokales
Kirchenthumbach
09.11.2015
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Eine Urnenwand ist passe. Stattdessen sollen im Friedhof von Kirchenthumbach Säulen für die Ewigkeit entstehen. In der Marktgemeinderatssitzung warb ein Experte für Kommunaltechnik für diese Urnengestaltung. Entschieden ist aber noch nichts.

Als zeitloses Design mit urbaner Struktur in schwerem Granit bezeichnete Hermann Weiß, Vertreter der Firma Funeral Technique aus Hohenburg, das Produkt zeitgemäßer Bestattung, das in den Friedhof der Marktgemeinde Einzug halten soll. Für platzsparende Urnenstelen statt massiver Urnenwände hatte sich schon der Bauausschuss entschieden. Nun machten sich alle Markträte ein Bild von den künftigen Urnengrabstätten.

Der Firmenvertreter pries vor dem Marktgemeinderat sein Produkt als "Supersache" und nannte als Vorzüge die integrierte Urne im Grabmal mit einem damit verbundenem minimalen Platzbedarf, ein zeitloses Design im witterungsbeständigen Granit, die einfache Pflege und einem beliebig erweiterbaren Aufbau. Weiß verwies auf die Möglichkeit der Verwendung von Öko-Urnen. Rohre in der Granitfassung stellen die Verbindung zum Mutterboden her.

Als Voraussetzung nannte Weiß den Einbau von Fundamenten durch die Gemeinde an einem Ort ihrer Wahl. Der Kauf eines Urnenmoduls bleibe im Aufgabenbereich des Besorgers beim Bestatter. Denkbar sei auch der Erwerb durch den Friedhofsträger mit einer Kostenumlegung über die Grabgebühr. Eine Beschriftung ergänze die Ausstattung, bemerkte der Vertreter des Hohenburger Unternehmens.

Als Demonstrationsobjekt präsentierte er den Räten die Granit-Stele "Rubin", bestehend aus den Elementen Granit-Hohlkörper, eine Halterung für die Aschekapsel und einem Granitdeckel mit Kreuz. Auch weitere Farbgebungen durch unterschiedliches Steinmaterial seien möglich, betonte Weiß. Kosten soll die Granit-Stele circa 500 bis 600 Euro. Vier Steine stehen derzeit zur Auswahl. Einen Gemeinderatsbeschluss gab es nicht. Bürgermeister Jürgen Kürzinger kündigte eine Entscheidung in der nächsten Sitzung des Marktgemeinderates an.
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