Zwei Welten prallen aufeinander

Er legt sich mit allen an - unter anderem mit dem Ehepaar Hansemann (Karin Rupprecht-Horn und Lothar Thumbeck, hinten) und der alleinerziehenden Frauke (Julia Groß): Klaus Muffel (Peter Eller) bringt Unruhe auf den Campingplatz - und leitet die Turbulenzen auf der Bühne ein. Bilder: ü (2)
Lokales
Kirchenthumbach
10.11.2015
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Ein begeistertes Publikum, das nicht mit Beifall sparte, ist der beste Beweis: Der Start in die Theatersaison ist hervorragend gelungen. Unter der Regie von Thomas Frankenberger liefen die neun Schauspieler bei der Premiere der Komödie "Schöne Ferien" zur Bestform auf.

Der erfolgreiche Auftakt zeigte, dass schon Monate vor der Aufführung sowie hinter den Kulissen gute Arbeit geleistet wird. Regisseur Thomas Frankenberger hat nicht nur bei der Rollenverteilung, sondern auch bei den Proben ein glückliches Händchen.

Das Stück in drei Akten spielt sich auf einem Campingplatz am Fuße des Rauhen Kulms ab. "Campingplätze sind soziale Brennpunkte, wo sich die verschiedensten Menschen treffen", stimmte Thomas Frankenberger die Zuschauer auf das Geschehen auf der Bühne ein.

Das betuchte Ehepaar Gisela und Gottfried Hansemann, gespielt von Karin Rupprecht-Horn und Lothar Thumbeck, genießt seit vielen Jahren die himmlische Ruhe ihres Campingurlaubs. Doch das ändert sich, als Klaus und Erika Muffel (Peter Eller und Gabi Strauß), bepackt mit einem Zelt, eintreffen. Immer in ihrer Nähe befindet sich Erikas Mutter (Margit Steger). Ihr Ein-Mann-Zelt nennt der stets nach Bier lechzende Schwiegersohn respektlos "Drachenhöhle".

Polterer und Stänkerer

Die Unruhe, die die drei neuen Camper mitbringen, stört die Hansemanns gewaltig. Höflich, aber bestimmt, bitten sie die Muffels, die Mittagsruhe nicht zu stören - ohne Erfolg. Insbesondere Klaus Muffel erweist sich als Polterer und Stänkerer. Schnell ist klar: Hier prallen zwei Welten aufeinander.

Eine weitere Campingplatz-Nachbarin ist Frauke (Julia Groß), eine alleinerziehende Mutter und temperamentvolle Erziehungsberaterin, die mit ihren gutgemeinten Therapieversuchen allerdings nicht sehr erfolgreich ist. Auch bei ihr macht sich Klaus Muffel unbeliebt. Ein weiterer Camper ist der unscheinbare Peter (Sandro Friedrich), der meist in den unpassendsten Situationen auftaucht, um sich etwas auszuleihen: mal Eier, mal Mehl, mal Toilettenpapier, aber auch - ohne zu fragen - Fernseher und Kaffeemaschine.

Die Nachricht, dass ein benachbarter Campingplatz von einer Diebesbande heimgesucht wurde, versetzt die Camper in Aufruhr. Sie schützen sich und bauen Stacheldraht-Hindernisse auf. Dann kommt Hansemanns Sohn Tom (Christian Perl), der sich als erfolgreicher Besitzer einer Model-Agentur ausgibt, zu Besuch. Er lässt sich allerdings immer nur dann blicken, wenn ihm das Geld ausgeht und er bis zum Hals in Schwierigkeiten steckt - auch dieses Mal.

Vorgetäuschter Tausch

Doch seine Eltern tricksen ihn aus - mit einem vorgetäuschten Tauschgeschäft: Sie ziehen aus ihrem feudalen Wohnwagen aus und bewohnen in abgetragenen Klamotten quasi verarmt das Zelt der Muffels. Mit von der Partie ist nicht zuletzt Jenny (Tanja Perl), der Tom Hansemann eine große Karriere verspricht - was sich schnell in Luft auflöst. Bis alles wieder im Lot ist, gibt es noch viel Aufregung und viel zu lachen.

Die weiteren Aufführungen: Freitag, 13., und Samstag, 14. November, jeweils um 20 Uhr sowie am Sonntag, 15. November, um 16.30 Uhr. Karten bei der Sparkasse, bei der Raiffeisenbank und an der Abendkasse.
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