Entschädigung wegen F-16-Absturz
Knapp eine Million Euro ausbezahlt

Das Leitwerk des abgestürzten amerikanischen Kampflugzeuges vom Typ F-16. Die Maschine war am 11. August 2015 in einen Wald bei Englmannsreuth (Kreis Bayreuth) gestürzt. Archivbild: US-Armee/Gerald Morgenstern
Politik
Kirchenthumbach
07.07.2016
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Engelmannsreuth. Seit dem Absturz eines amerikanischen Kampfflugzeuges vom Typ F-16 bei Engelmannsreuth (Kreis Bayreuth) am 11. August 2015 hat die Schadensregulierungsstelle Süd der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) rund 950 000 Euro ausbezahlt. Damit wurden knapp ein Drittel der Schadensfälle reguliert. Insgesamt wurden nach dem Unfall bei der zuständigen Stelle in Nürnberg 79 Anträge auf Schadenersatz nach dem Nato-Truppenstatut gestellt, teilte die Pressestelle der Bima auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Bei vielen Fällen haben nach Bima-Angaben die Geschädigten die Anträge noch nicht konkret beziffert. Zum Teil seien die erforderlichen Untersuchungen noch nicht abgeschlossen oder es stehen die Sanierungsgutachten aus. Daher sei "zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschließende Schadensregulierung möglich". Die zuständige Stelle sei jedoch bemüht "alle Schäden schnellstmöglich abzuwickeln", teilte der Sprecher weiter mit. Die Stelle habe "alle entscheidungsreifen Anträge abschließend bearbeitet".

Maschine aus Spangdahlem


Das amerikanische Kampfflugzeug war von der US-Luftwaffenbasis Spangdahlem in Rheinland-Pfalz gekommen und sollte zusammen mit anderen Maschinen auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr Bombenabwürfe üben. Wegen Problemen mit der F-16 drehte der US-Pilot ab. Als seine Maschine abstürzte, rettete er sich mit dem Schleudersitz. Laut US-Armee war er leicht verletzt worden. Er wurde anschließend im Krankenhaus Bayreuth behandelt.

Am Unfallort waren Polizei, Rettungskräfte und Feuerwehren aus Orten der Landkreise Bayreuth und Neustadt/WN eingesetzt. Einige Gemeinden hatten angekündigt, die Einsatzkosten ihrer Feuerwehr geltend zu machen. Bislang erhielten Gemeinden nach Bima-Angaben insgesamt 140 000 Euro. Weitere 2000 Euro Entschädigungszahlungen gingen an betroffene Bürger.

Neben den zivilen Kräften sicherten Soldaten der Bundeswehr und der US-Armee den Absturzort ab. Die Trümmer des abgestürzten Flugzeuges barg die US-Luftwaffe. Zudem wurde an den Stellen, an denen die Treibstofftanks gelandet waren und am Absturzort im Wald, das Erdreich ausgetauscht.
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