Marktratssitzung Kirchenthumbach
Neue Wasserleitung erst 2017

Politik
Kirchenthumbach
09.09.2016
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Neue Leitungen, eine Plakatierverordnung und ein Brunnen - das Spektrum der Marktratssitzung war breit. Letzterer gibt weiterhin Rätsel auf.

In der jüngsten Marktratssitzung waren unter anderem die maroden Wasserleitungen in der Linden- beziehungsweise Bürgermeister-Prüschenk-Straße Thema. Die CSU-Fraktion hatte beantragt, sich nochmals mit der aktuellen Situation und dem weiteren Vorgehen zu befassen und gegebenenfalls einen Beschluss für einen vorzeitigen Baubeginn zu erlassen.

Nach der Augustsitzung beauftragte die Gemeinde die zuständigen Ingenieurbüros damit, eine Stellungnahme abzugeben, ob ein Teilbeginn beziehungsweise Teilneubau heuer noch sinnvoll und machbar wäre. Nach Ansicht der Profis wäre ein Teilausbau in diesem Jahr zwar machbar, ein Restrisiko, dass der Zeitplan nicht eingehalten werden könnte, bestehe aber immer. Auch Kämmerer Michael Eisner mahnte vor einem "Schnellschuss".

"Funktioniert gut"


"Ein Teilausbau würde direkt in den Verwaltungshaushalt eingerechnet werden. Das heißt, dass die Kosten für den Ausbau auf zwei, drei oder vier Jahre zu kalkulieren und auf die Wassergebühren, die einen Euro je Kubikmeter betragen, umzusetzen sind. Wenn allerdings alles auf einmal gemacht werden würde, wird das als Verbesserungsmaßnahme laufen und könnte somit über 40 Jahre abgeschrieben werden", erklärte der Finanzfachmann der Kommune. Nach Abwägung aller Stellungnahmen entschied sich das Gremium, am bisherigen Plan für einen Komplettneubau festzuhalten.

Eine Grundsatzentscheidung für den Erlass einer Plakatierungsverordnung für das Gebiet des Marktes Kirchenthumbach stand ebenfalls auf der Agenda. Die Räte diskutierten darüber, eine ähnliche Verordnung wie in Eschenbach, Grafenwöhr oder Pressath anzustreben: Die untersagt das Plakatieren im gesamten Ort grundsätzlich. Das Gremium sah das aber als nicht nötig an, da es in Kirchenthumbach mit den Plakaten generell gut funktioniere. "Wenn doch mal ein Plakat stehen bleibt, müsse man halt das Telefon in die Hand nehmen und den Veranstalter anrufen", sagte Dominik Brütting (SPD).

Bürgermeister Jürgen Kürzinger informierte, dass der Brunnen im Marktplatz noch immer außer Betrieb sei. Dies sei von der zuständigen Firma, die die Reparaturen an den Rissen übernommen hatte, angeordnet worden. "Wann der Brunnen wieder in Betrieb gehen kann, ist nach wie vor unklar", meinte Kürzinger.

Auf Nachfrage von Daniel Götz (CWG), wie es mit der Gewährleistung aussehe, konnten die Bürgermeister keine Angaben machen - im Rathaus seien keine Unterlagen zum damaligen Brunnenbau im Zuge der Marktplatzerneuerung auffindbar. "Wir werden der Sache aber solange nachgehen, bis wir die Unterlagen finden", versprach zweiter Bürgermeister Josef Schreglmann (CSU).

Als weiterer großer Tagesordnungspunkt stand die Vorstellung des Projektes "Verfüllung von Steinbrüchen bei Ernstfeld beziehungsweise bei Kirchenthumbach mit belasteten Material und anschließender Überbauung mit einer Freiflächenphotovoltaikanlage" auf der Agenda. Ein Bericht dazu folgt.
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