Sassenreuther Ortsdurchfahrt
Nach Holperstart auf gutem Weg

Die Arbeit in Sassenreuth läuft, und inzwischen läuft sie auch gut. Im April 2017 soll alles fertig sein. Bild: lep
Politik
Kirchenthumbach
17.07.2016
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Es grummelte in Sassenreuth: Die Bürger waren nicht glücklich, wie der Ausbau der Ortsdurchfahrt angelaufen war. Bürgermeister Jürgen Kürzinger suchte in dieser Woche das Gespräch - und räumte offensichtlich die Bedenken aus.

Sassenreuth. Als die Straßen frisch aufgerissen waren, ging es etwas holprig: Inzwischen laufe die Erneuerung der Ortsdurchfahrt laut Jürgen Kürzinger reibungslos. "Die Bauarbeiten verlaufen derzeit gut. Verzögerungen sind bis jetzt nicht aufgetreten." Kirchenthumbachs Bürgermeister gibt aber zu, dass es zu Beginn gewisse Schwierigkeiten gab. Schulbus und Milchauto konnten den Ort nicht anfahren, auch bei der Zeitungszustellung gab es Probleme. "Es gab gewisse Defizite bei der Absprache", erklärt Kürzinger. Inzwischen habe sich dies aber eingespielt, für die Einschränkungen seien akzeptable Lösungen gefunden. "Und ganz reibungslos laufen solche Bauarbeiten nun mal nicht."

Neben der kompletten Erneuerung der Ortsdurchfahrt inklusive Unterbau wird der Entwässerungskanal neu gebaut. Eine Kanalbefahrung hatte gezeigt, dass dies notwendig ist. Die Arbeiten laufen seit, 21. Juni. Ursprünglich war ein Baubeginn bereits im Frühjahr vorgesehen, aus Rücksicht auf das Jubiläum der Feuerwehr, habe die Gemeinde den Beginn auf die Zeit nach dem Fest verlegt. Abgeschlossen soll die Arbeit im April 2017 sein.

Der Kostenplan sieht für die Straße exakt 990 100,21 Euro vor, für den Kanal sind in der Planung zudem 156 909,29 Euro veranschlagt. Für die Straße erhält die Gemeinde einen Zuschuss von rund 270 000 Euro. Umgelegt werden rund 243 000 Euro. Der Betrag ergibt sich aus der Straßenausbausatzung der Gemeinde, demnach werden 30 Prozent der Kosten für die Fahrbahn und 55 Prozent für Beleuchtung und Entwässerung auf die Anlieger umgelegt. Beim Kanal werden 25 Prozent der Kosten auf alle Anschlussnehmer umgelegt, der Straßenentwässerungsanteil wird zuvor abgezogen.

Über das Bayernwerk ist zudem ein zusätzliches Leerrohr für eine mögliche DSL-Leitung geplant. "Die Gemeinde wartet auf den Kostenvoranschlag des Bayernwerkes", erklärt Kürzinger dazu. Das Leerrohr soll in den Händen der Gemeinde bleiben und könnte dann für die Verbesserung der Internetgeschwindigkeit genutzt werden. Die Kosten übernimmt zu 100 Prozent die Gemeinde.

Bei einem Bürgergespräch am Mittwoch waren unter anderem die organisatorischen Probleme zum Baubeginn Thema, Kämmerer Michael Eisner erläuterte die Finanzierung der Maßnahmen. Am Ende waren die Wogen geglättet. "Grundsätzlich stehen die Sassenreuther hinter dem Ausbau", hieß es von einem Teilnehmer.

Inzwischen sei auch die Zufahrt zur Baustellen-Umgehung aufgeschottert und damit für die Dorfbewohner einfacher zu nutzen. "Ich habe mit der Baufirma abgesprochen, dass die Arbeiter für Wünsche der Bürger möglichst offen sind", erklärt Kürzinger. "Kleinere Sorgen der Anwohner werden von der Gemeinde bzw. vom Bauunternehmen Dumler ernst genommen."
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