50. Jahre Johanneskirche
Ein Fest fürs Gotteshaus

Pfarrer Friedrich Goes (links) und Kirchenpfleger Kurt Pfennig bei der Segnung der Kirchenthumbacher Johanneskirche im Oktober 1966. Am Wochenende feiert die evangelische Gemeinde. Repro: ü
Vermischtes
Kirchenthumbach
16.06.2016
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Auf mehrere Abschnitte verteilt feiert die evangelische Gemeinde Kirchenthumbach den 50. Geburtstag der Johanneskirche. Ein Höhepunkt ist am Sonntag, 19. Juni, ein Festgottesdienst mit Regionalbischof Hans-Martin Weiss. Die Weihe der Kirche fand am 2. Oktober 1966 statt.

In den frühen Nachmittagstunden dieses Tages fand in der Katholischen Pfarrkirche, in der die evangelische Gemeinde viele Jahre als Gast ihre Gottesdienste abhalten durfte, eine kurze Abschiedsandacht statt. Danach bewegte sich ein Festzug zur neuen Johanneskirche. Die Kirche konnte bei Weitem nicht alle Gäste fassen. Der Weiheakt und der anschließende Gottesdienst wurde mit Lautsprechern auf den Vorplatz übertragen. Nach einem gemeinsamen Lied nahm Oberkirchenrat Schwinn die Segnung vor.

Glücklicher Umstand


Nach mündlichen und schriftlichen Überlieferungen des damaligen Kirchenpflegers und Lektor Kurt Pfennig ist der Bau der Johanneskirche einem glücklichen Umstand zu verdanken. Als die Bundesstraße von Auerbach nach Eschenbach gebaut wurde, musste die Eschenbacher Kreuzkirche weichen. So ergab sich die Möglichkeit eines Neubaus in Kirchenthumbach. Der damalige Gemeinderat mit Bürgermeister Alois Lotter bot der evangelischen Kirchengemeinde auf Intervention von zweitem Bürgermeister Martin Dobmann Gemeindegrund im Baugebiet "Nicklsee" zum Kauf an. Das Grundstück hatte eine Größe von 2200 Quadratmetern.

Ein Jahr Bauzeit


Den Auftrag zum Bau der Johanneskirche bekam die Firma Kneidl aus Grafenwöhr. Bereits am 17. Oktober 1965 wurde der Grundstein gelegt. Den Segen erteilte der damalige Pfarrer Friedrich Goes. Architekt Zitzmann, der mit Planung und Bau der Kirche beauftragt worden war, ließ eine quadratische Kirche, etwa 9.59 mal 9.50 Meter mit einem spitzen Zeltdach bauen.

Der Glockenträger der Johanneskirche trägt zwei Glocken aus der Glockengießerei Czudnochowsky aus Erding. Die 171 Kilogramm schwere Glocke, erhielt den Namen Friedensglocke. Auf ihr steht zu lesen: "Frieden sei mit allen, die in Christo Jesu sind." Die kleinere "Glaubensglocke" wiegt etwa 107 Kilogramm und ihre Inschrift lautet: "Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat".

Das Festprogramm am Sonntag, 19. JuniKirchenthumbach. 10 Uhr Festgottesdienst im Festzelt. Es singt der Chor "New Voices". Danach bietet der "Suppenkasper" aus Pressath Gulasch, Steaks, Bratwürste, Pommes und italienischen Salat an. Nachmittags verkaufen die Frauen Kuchen und Kaffee. Weitere Höhepunkte sind ein Bücherflohmarkt und eine Tombola. (ü)
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