Ära "Kirchenchor" zu Ende - Dank für treue Dienste
Kirchenchor Kirchenthumbach hat sich aufgelöst

Vermischtes
Kirchenthumbach
05.01.2016
109
0

Causa finita est - Die Sache ist entschieden: Am letzten Tag des Jahres 2015 gab es auch den letzten Auftritt des Kirchenchores. Mit dem Gottesdienst zum Jahresende ist die mindestens 125-jährige Geschichte des Ensembles zu Ende gegangen. Zu Gehör brachten die Sänger eine deutsche Messe, die Chorleiter Herbert Fraunhofer selbst komponiert hat. Langanhaltender Applaus war Dank und Lohn zugleich.

Mit "Ite missa est" und dem Lied "Großer Gott, wir loben dich" verabschiedeten sich die Mitglieder des Kirchenchores von den Gottesdienstbesuchern. Bei einigen Sängerinnen flossen dabei Tränen.

Mit Höhen und Tiefen


Chorleiter Herbert Fraunhofer stellte fest, dass eine langjährige und erfolgreiche Ära - mit Höhen und auch Tiefen - leider zu Ende gehe. Er dankte allen von Herzen für die jahrzehntelange Treue zum Kirchenchor, die Opferbereitschaft und den Einsatz im Dienste der Kirchenmusik. "Mit Euch durfte ich schöne Stunden erleben. Wir haben große Werke aufgeführt, und ihr habt auch meine bescheidenen Werke mit Leben erfüllt", sagte er. Jetzt werde es leer auf der Empore, doch ein weiser Spruch laute: "Man soll nicht trauern, weil es vorbei ist, sondern sich freuen, dass es gewesen ist." Und deshalb: "Vielen Dank für die 46 Jahre mit Euch."

"Große Verdienste"


"Bereits am Dienstag, 8. Dezember 2015, haben die Mitglieder zusammen mit Chorleiter Herbert Fraunhofer über die Zukunft des Kirchenchores beraten und sind zu dem Ergebnis gekommen, das Ensemble Ende des Jahres aufzulösen", blickte Pater Dr. Benedikt Röder am Ende des Gottesdienstes zurück.

Eine der Ursachen sei vor allem die Tatsache, dass dem Chor seit längerer Zeit Männerstimmen fehlten. Zudem hätten zwei Sänger aus gesundheitlichen Gründen beziehungsweise altersbedingt die Beendigung ihres Dienstes zum Jahresende angekündigt. Somit gehe an Silvester eine Ära und über 125-jährige Tradition zu Ende.

"Unser Kirchenchor hat sich große Verdienste um die Kirchenmusik erworben, woran besonders Herbert Fraunhofer Anteil hat", betonte Pater Benedikt.

"Seinem unermüdlichen Einsatz und Engagement ist es zu verdanken, dass der Kirchenchor weit über die Grenzen der Pfarrei hinaus bekannt gemacht wurde." So gelte es Dank zu sagen für den treuen Einsatz aller Sänger meist über Jahrzehnte hinweg und Dirigenten Herbert Fraunhofer für die 46-jährige Leitung des Ensembles. "Allen ein herzliches 'Vergelt's Gott' für den kirchenmusikalischen Dienst in unserer Pfarrgemeinde."

Pater Benedikt kündigte an, dass es mit der Auflösung des Chores Veränderungen geben werde. So falle zum Beispiel der Dienst bei Beerdigungen weg. Deshalb werde derzeit für die Trauergottesdienste ein Liederheft erstellt. Was die Musik auf dem Friedhof bei Beisetzungen betreffe, wäre denkbar, dass die Angehörigen künftig mit dem Bestatter Liederwünsche vereinbaren und die Stücke auf einem Tonträger abgespielt werden.
Weitere Beiträge zu den Themen: Pater Benedikt Röder (7)Herbert Fraunreuther (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.