Augenzeugen erinnern sich
Ein Knall, ein Fallschirm

Über den Zylinder prüfen Experten das Grundwasser auf Gift. Bislang haben sie nichts gefunden. Bild: ü
Vermischtes
Kirchenthumbach
11.08.2016
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Nur eine ungewöhnlich geformte Lichtung und etwas verkohltes Holz erinnern am Absturzort ans Geschehen am 11. August 2015. Die Augenzeugen vergessen den Tag dennoch nicht.

/Heinersberg. Heute vor einem Jahr waren Otto Albersdorfer und Tochter Sieglinde Grüntanner auf dem Acker beschäftigt, als sie aus Richtung Altencreußen ein Geräusch vernahmen. Lauter, immer lauter bis der Lärm unerträglich wurde. Am Himmel, "höchsten 40 Meter" über ihren Köpfen, schätzt Albersdorfer, raste der "Düsenjäger" vorbei. Sekunden später ein Knall und ein Fallschirm, an dem ein Mann hing. Das Flugzeug überquerte noch die Staatsstraße Kirchenthumbach-Creußen. Ein dumpfer Donnerschlag besiegelte schließlich das Schicksal der F 16. Aus dem Staatswald stieg Rauch auf. Noch heute zucke sie zusammen, wenn sie am Himmel ein Flugobjekt sieht, sagt Sieglinde Grüntanner. "Den Flugzeugabsturz werde ich mein Leben lang nicht vergessen". Die Bergung der Maschine nahm eine Wiese der Familie Albersdorfer schwer mit. Die Experten bauten Schotter ein, damit die Fahrzeuge nicht versinken. Als die Bergungsarbeiten abgeschlossen waren, musste die Familie die Steine in Handarbeit entfernen. Dafür gab es 240 Euro Entschädigung. Landwirt Werner Freiberger nannte keinen Betrag für den Schaden an seiner Wiese: ."Großzügig waren sie nicht, eher knauserig."

An der Absturzstelle wo einst vor allem Buchen standen, ist nun eine Lichtung. Bis aus fünf Metern Tief wurde die Erde abgetragen und entsorgt. An der Absturzstelle ragt ein Stahlrohr aus dem Boden. Von dort führt die Sonde zum Grundwasser. An den Rändern der Lichtung erinnern nur noch abgebrannte und verkohlte Buchenstämme ans Geschehen heute vor einem Jahr. (Seite 5)

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Weitere Informationen im Internet:

www.onetz.de/f16-absturz
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