Bürgermeister Jürgen Kürzinger beantwortet viele Fragen der Kirchenthumbacher
„Ortsumgehung liegt aktuell auf Eis“

Der Saal im Gasthof Thumbeck war gut gefüllt. Viele Bürger hatten Fragen. Bild: dfr
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Kirchenthumbach
01.12.2016
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Ausführlich beantwortete Bürgermeister Jürgen Kürzinger alle Fragen.

(dfr) Wie es bei Bürgerversammlungen üblich ist, hatten auch die Bürger der Marktgemeinde die Möglichkeit, sich bei Bürgermeister Jürgen Kürzinger zu erkundigen, was der Stand bei den Plänen des Markts Kirchenthumbach ist. Besonders bei der Ortsumgehung und Sanierung der Schule hakten die Bürger nach.

Die Kirchenthumbacher wollten auch wissen, warum in Grafenwöhr die Gebühren sinken und in Kirchenthumbach nicht. "Es muss schlicht und einfach eine Kostendeckung in unserem Haushalt gegeben sein. Bei den anstehenden Investitionen in der Zukunft müssen wir einfach sehen, dass wir die Finanzen im Griff haben. Auch der Amerikaner macht in anderen Kommunen sehr viel aus, dass diese geringere Beiträge haben, als das bei uns der Fall ist. Zudem müsse man auch sehen, dass wir ein riesiges Wasserleitungsnetz mit über 100 Kilometern haben, welches dringend sanierungsbedürftig ist. Das macht höhere Gebühren unausweichlich", erklärte Bürgermeister Kürzinger dazu.

Ein anderer Bürger fragte, warum es keine Fördergelder dafür gebe. "Das liegt einfach daran, dass in den letzten Jahren nichts oder wenig in die Wasserver- und Entsorgung investiert wurde. Daran werden wir bei den Behörden gemessen und so werden auch die Fördergelder verteilt. Deswegen schauen wir da einfach buchstäblich in die Röhre", erwiderte Kürzinger.

Manfred Renner aus Kirchenthumbach wollte wissen, ob die Kosten für Sanierungsmaßnahmen auch geringer ausfallen können und somit auch der Bürger weniger belastet werde. "Wir wollen mit unserer neuen Kläranlage kein Vorzeigeobjekt schaffen. Wenn wir jetzt nach und nach in die Sanierung des Kanalnetzes investieren, dann besteht auch die Möglichkeit, insgesamt die Kosten zu verringern", antwortete der Bürgermeister.

Jürgen Böhme erkundigte sich nach dem aktuellen Stand zum Thema Schulsanierung. "Wir sind derzeit in Verhandlungen mit dem aus der Vergangenheit beauftragten Planungsbüro. Wir wollen den bestehenden Architekturvertrag auflösen, weil es der Marktgemeinderat nicht für sinnvoll erachtet, über fünf Millionen Euro in ein altes Gebäude zu investieren, was zu zwei Dritteln abbruchreif ist", teilte Kürziner mit. "Bevor aber diese Verträge beziehungsweise Planungen nicht ad acta gelegt sind, können wir keine neuen Planungen anstreben, da uns hier die Regierung der Oberpfalz als Förderstelle und Schulaufsicht auf die Finger klopfen würde. Wir wollen nicht sanieren, um am Ende trotzdem ein altes Gebäude zu haben."

Kürzinger berichtete den Zuhörern, dass er sich circa alle vier Wochen beim Staatlichen Bauamt nach dem Stand der Dinge zur geplanten Ortsumgehung erkundige. "Derzeit liegen die Klagen und Stellungnahmen beim Verwaltungsgericht in Regensburg auf Eis. Das liegt daran, dass das Gericht momentan viele Asylverfahren abzuwickeln habe und deswegen andere Sachen, unter anderem auch unsere Ortsumgehung, hinten angestellt werden. Wann hier mit einer Entscheidung zu rechnen ist, kann ich nicht sagen."

Ewald Plößner wollte wissen, ob es schon Neuigkeiten zur Umsetzung des Spielplatzes "Am Sandbrunnen" gäbe. "Wenn alles gut läuft, dann können wir den Spielplatz vielleicht sogar heuer noch umsetzen auf unsere eigene Fläche von circa 500 Quadratmetern", antwortete Kürzinger. Wo genau sich der neue Standort allerdings befindet, konnte er wegen der noch aktuellen Verhandlungen nicht sagen.

Derzeit liegen die Klagen und Stellungnahmen beim Verwaltungsgericht in Regensburg auf Eis.Bürgermeister Jürgen Kürzinger zur geplanten Ortsumgehung
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