Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch zu Besuch in Kirchenthumbach
"Frischer Wind" im Rathaus

Die Gruppe aus Gemeinderäten informierte Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch (links) über die Lage im Baugebiet Sandbrunnen IV. Bild: dfr
Vermischtes
Kirchenthumbach
25.01.2016
44
0

Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch (SPD) fand bei seinem Besuch im Kirchenthumbacher Rathaus deutliche Worte zum Thema Leerstand in den Ortskernen und zu der geplanten Ortsumgehung. Großes Lob sprach er Bürgermeister Jürgen Kürzinger für seinen Elan aus.

Uli Grötsch stattete der SPD-Fraktion einen Besuch im Rathaus ab. Er ließ sich von Bürgermeister Kürzinger und den Marktgemeinderäten Jan Wiltsch, Manfred Schaller und Dominik Brütting auf den neuesten Stand bringen, was aktuell in Kirchenthumbach geschieht und geplant ist. Aber auch er selbst hatte zu gewissen kommunalen Themen seine eigene Meinung.

Zu Beginn gab Kürzinger dem Bundestagsabgeordneten einen Überblick über bereits abgeschlossene und laufende Projekte wie dem Breitbandausbau. Zudem appellierte er an die Bürger der Marktgemeinde, dass man mit ihm und seinem Gremium geduldig sein solle. "Wir können nicht alles auf einmal erledigen, aber wir sind auf einem guten Weg", erklärte er. Ebenfalls betonte das Marktoberhaupt, dass die zu Kirchenthumbach gehörenden Dörfer in den vergangenen Jahren deutlich benachteiligt wurden. "Dies wollen wir für die weitere Zukunft ändern."

Grötsch lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Kirchenthumbacher Rathaus und zeigte sich von Kürzingers "Elan" beeindruckt. "Hier hat sich in den letzten eineinhalb Jahren einiges getan. Jürgen du traust dich was", betonte er mit Blick auf die kommunale Arbeit im Rathaus. Auch von den vielen neuen Mitgliedern im Marktgemeinderat ist Grötsch begeistert. "Dies bringt auf jeden Fall frischen Wind, auch wenn aller Anfang schwer ist."

Thematisiert wurde die geplante Ortsumgehungs-Straße. Diese sei über kurz oder lang unumgänglich, betonte Grötsch. "Wenn man die Umgehung bauen will, dann sollte dies in naher Zukunft geschehen, da jetzt die finanziellen Mittel seitens des Staates und der Regierung zur Verfügung stehen." Er hoffe auf eine schnelle Umsetzung der Trasse ohne weitere größere Verzögerungen.

Auch die Problematik der Leerstände in den Ortskernen kam zur Debatte. "Nicht nur in Kirchenthumbach, sondern im ganzen Landkreis gibt es Probleme mit aussterbenden Ortskernen", sagte Grötsch. Der Stadtumbau West stehe in der Verantwortung, dem vorzubeugen. Anders als beim Stadtumbau Ost in den neuen Bundesländern ist es hier noch nicht möglich, dass der Staat leerstehenden Wohnraum kaufen könne. Der Abgeordnete versicherte, dass er sich gezielt dafür einsetze, dass dies in Zukunft auch im Stadtumbau West möglich ist. Grötsch informierte sich bei Fraktion auch über die hausärztliche Situation im Ort.

Jan Wiltsch berichtete, dass es aktuell noch keine Probleme gebe, da sich zwei Allgemeinmediziner und ein Zahnarzt im Ort befinden. "Wie es in fünf Jahren aussieht, kann man nicht sagen." Abschließend begab sich die Gruppe in das neu geplante Baugebiet Sandbrunnen IV. Kürzinger informierte, "dass man hier endlich ein eigenes gemeindliches Baugebiet mit 15 Parzellen erschließen könne, wo man "die preislichen Zügel in der Hand habe und nicht auf den Verkauf von Grundstückseignern angewiesen sei".
Weitere Beiträge zu den Themen: Rathaus (161)Bundestagsabgeordneter (4)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.