Dringender Handlungsbedarf bei den drei Tiefbrunnen bei Burggrub um das Wasserrecht aufrecht zu ...
Wasserrechte am Tiefbrunnen drohen auszulaufen

Blick nach unten: Unser Bild zeigt Bauhof-Arbeiter Gerhard Strauß in einem der drei Tiefbrunnen bei Burggrub. Diese sollen untersucht werden, um festzustellen, ob sie saniert werden müssen. Bild: dfr
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Kirchenthumbach
08.10.2016
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Gerhard Strauß beim Einstieg in den Tiefbrunnen I

Es besteht dringender Handlungsbedarf in Sachen Trinkwasser. Denn: "Das Wasserrecht für Tiefbrunnen III ist quasi abgelaufen, für Brunnen I und II gilt es noch vier Jahre." Dies machte Diplom-Geophysikerin Sabrina Zorn im Marktgemeinderat deutlich.

(dfr) Die Mitarbeiterin des Ingenieurbüros für Hydrologie und Umweltschutz Piewak & Partner aus Bayreuth war in der Oktober-Sitzung des Gremiums am Mittwoch zu Gast. Sie informierte die Räte über die erforderlichen Untersuchungen an den Tiefbrunnen zur Erlangung des langfristigen Rechts auf das Zutagefördern von Grundwasser sowie die Ausweisung eines Wasserschutzgebiets.

Basis für ihre Informationen waren die Auflagen des Landratsamts beziehungsweise des Wasserwirtschaftsamts, um das Wasserrecht weiter aufrecht zu erhalten. Aus Zorns Sicht macht es Sinn, alle drei Brunnen auf einmal zu untersuchen - und gegebenenfalls zu sanieren -, auch wenn das Wasserrecht für zwei Tiefbrunnen noch vier Jahre gilt. Als Grund führte die Diplom-Geophysikerin an, dass Gerätschaften und Pumpen dafür schon vor Ort wären. Georg Adelhardt sah dies ähnlich. "Es wird höchste Zeit, dass wir unsere Hausaufgaben in dieser Sache machen. Komisch ist allerdings, dass vier Jahre kein Druck auf die Gemeinde gemacht wurde. Und jetzt soll alles schnell-schnell gehen." Bürgermeister Jürgen Kürzinger gewinnt der Sache auch etwas Gutes ab: "Das Ganze hat sich positiv hochgeschaukelt die letzte Zeit. Jetzt können wir reagieren und agieren", betont das Gemeindeoberhaupt. Auch Sabrina Zorn bestätigte, "dass gewisse Sachen in den vergangenen Jahren blöd gelaufen sind".

Dritter Bürgermeister Werner Trenz fragte, ob die Marktgemeinde nach Untersuchung und möglicher Sanierung dann auf dem neuesten Stand sei? "Vor dem Jahr 2020 wird es wohl kein neues Wasserrecht geben. Aber mit der Erfüllung der Auflagen der Behörden ist man auf einem guten Weg, dieses zu bekommen, damit auch ein Wasserschutzgebiet ausgewiesen wird", erklärte Sabrina Zorn. Die Entscheidung der Räte fiel im nichtöffentlichen Teil.

Bürgermeister Jürgen Kürzinger teilte in der Sitzung mit, dass es am Dienstag, 11. Oktober, ein Treffen mit dem Ingenieurbüro Kohl bezüglich des Brunnens am Marktplatz gebe. Dabei sollen noch offene Fragen wie die Gewährleistung geklärt werden. Dass der Brunnen in diesem Jahr nochmals in Betrieb gehen wird, scheint wohl eher ausgeschlossen.

"Kirchenthumbacher Marktanzeiger": Vorerst kein Zuschuss für Handwerker- und GewerbevereinEinen Antrag auf finanzielle Unterstützung bei der Herausgabe des "Kirchenthumbacher Marktanzeigers" hat der Handwerker- und Gewerbeverein an die Gemeinde gestellt. Pro Ausgabe sollten es mindestens 300 Euro sein, also 1200 Euro jährlich, wünscht sich der Verein.

Bürgermeister Jürgen Kürzinger legte Zahlen vor, was die Gemeinde von 2009 bis 2015 für den Marktanzeiger ausgegeben hat, sei es durch Inserate oder Zuschüsse: knapp 4450 Euro. Kürzinger machte auch deutlich, dass die Marktgemeinde zukünftig nicht Herausgeber des Blattes sein werde, wie es sich der Handwerker- und Gewerbeverein vorstellen könnte. "Man kann das in der Verwaltung nicht stemmen."

Jan Wiltsch bemängelte die vom Verein vorgelegten Zahlen. Diese seien "schlecht gerechnet und falsch". Zudem seien die Druckkosten viel zu hoch. "Hier müssen die Schrauben nochmal nachgestellt werden."

Auch an der Redaktion des Blattes wurde Kritik geäußert. "Für die PEGA wurde schwach geworben oder die Werbung wurde nicht so gebracht, wie gewünscht. Man muss aufpassen, dass man die Leute und Vereine, die inserieren, nicht vergrault", sagte der Bürgermeister.

"Das Blatt ist gut, aber redaktionell sind schon einige Sachen komisch", merkte Georg Adelhardt an. Jeder Verein müsse "seine Hausaufgaben machen und nicht gleich zur Gemeinde rennen und um Unterstützung betteln."

Es gab aber auch positive Stimmen. "Ich zolle großes Lob für den Aufwand, der da betrieben wird. Wir müssen hier zusammenhalten und uns an einen Tisch setzen", sagte Richard Götz. "Wir dürfen das Blatt nicht sterben lassen", forderte Johann Hammer. Die Räte beauftragten die Verwaltung damit, nochmals Kontakt zum Handwerker- und Gewerbeverein aufzunehmen. (dfr)
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