Dringender Sanierungsbedarf
Umkleide- und Duschräume der Kirchenthumbacher Schulturnhalle sind in die Jahre gekommen

Die Dusch- und auch die Umkleideräume in der Schulturnhalle sind im vergangenen halben Jahrhundert stark beansprucht worden. Der Bauausschuss war sich deshalb hinsichtlich einer Sanierung rasch einig. Bild: dfr
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Kirchenthumbach
19.12.2015
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Sie haben über ein halbes Jahrhundert "auf dem Buckel": Die Umkleide- und Duschräume der Schulturnhalle sind in die Jahre gekommen. Vom großen Verschleiß machten sich die Mitglieder des Bauausschusses und Bürgermeister Jürgen Kürzinger ein Bild. Ihr Fazit: Es herrscht dringender Sanierungsbedarf.

In ihrer letzten Sitzung im Jahr 2015 standen für die Mitglieder des Grundstücks- und Bauausschusses mit Dorferneuerung Ortstermine an. Zuerst wurden die Umkleidekabinen und Duschräume in der Schulturnhalle besichtigt.

Schnell war sich das Gremium hier über den dringenden Handlungsbedarf einig: Die Einrichtungen sind bereits über 50 Jahre alt und weisen dementsprechenden Verschleiß auf. Bauhofleiter Jörg Dollhopf machte darauf aufmerksam, dass sich die Fenster der Räume in einem "jämmerlichen" Zustand befänden und ebenfalls erneuert werden müssten.

Georg Adelhardt schlug vor, gleich Fenster mit Sichtschutz zu installieren. Auch Dominik Brütting machte klar, dass nur eine Komplettsanierung Sinn mache. Um die Kosten dafür in den nächsten Haushalt aufnehmen zu können, sollen Angebote von Firmen eingeholt werden.

Ebenfalls erneuert werden muss die Haupteingangstür zur Turnhalle, die sich auf der Rückseite des Gebäudes befindet. Das Landratsamt wies darauf hin, dass eine sogenannte Panik-Türe zwingend erforderlich sei, damit im Ernstfall die Halle ohne Probleme verlassen werden kann. Bauhofleiter Jörg Dollhopf schätzt die Kosten dafür auf ungefähr 10 000 Euro, da das Landratsamt eine Doppeltüre vorschreibt. Angebote von Firmen lägen bereits vor. Einen Beschluss über die Sanierung soll es Anfang nächsten Jahres geben.

Carports: Pro und Contra


Im Anschluss ging es in den Bauhof, wo Dollhopf anregte, zwei Carports für die Unterbringung des Bürgerbusses sowie ein Fahrzeug des Bauhofes zu errichten. Dies würde für die Arbeiter eine große Erleichterung bei der täglichen Arbeit darstellen, außerdem seien die Fahrzeuge vor Wind und Wetter geschützt. Der Vorschlag stieß im Gremium auf unterschiedliche Meinungen. Manfred Schaller begrüßte die Anregung als "sehr sinnvoll", Georg Adelhardt dagegen hielt Carports für völlig unnötig: Im Bauhof sei genug Platz für die beiden Fahrzeuge, auch gebe es derzeit wichtigere Projekte in Kirchenthumbach als dieses.

Ein weiterer Vorschlag von Dollhopf und seinen Mitarbeitern zielte auf die Einrichtung einer Dusche und eines Sozialraumes im Bauhof ab. "Auch ein geeigneter Raum zum Trocknen der nassen Kleidung wäre angebracht", sagte der Bauhofleiter. Angela Kummert-Schleicher und Manfred Schaller plädierten dafür, zu begutachten, ob im direkt angrenzenden Feuerwehrhaus geeignete Duschmöglichkeiten und ein Sozialraum vorhanden seien. Zweiter Bürgermeister Josef Schreglmann sah dagegen keine Notwendigkeit für eine Dusche, da alle Bauhofarbeiter im Gemeindebereich wohnen.

Gegen Sozialraum


Am Ende gab es einen Beschluss: Aus Kostengründen sprach sich das Gremium gegen einen Sozialraum aus. Über die anderen Vorschläge soll in einer der nächsten Sitzungen nochmals beraten werden.

Schließlich beschäftigte sich der Ausschuss mit zwei Bauvoranfragen. In der Kalkofenstraße soll auf einem Grundstück, das aktuell im Besitz der Raiffeisenbank ist, ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage entstehen. Der Fischereiverein möchte auf seinem gepachteten Gelände bei der Kläranlage eine weitere Lagerhalle - Größe zehn mal sechs Meter - errichten. Beide Vorhaben wurden einstimmig gutgeheißen.
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