„Eins werden in Christus“
Erster ökumenischer Gottesdienst zur Einheit der Christen in der Marktgemeinde

Für die Einheit der Christen beteten katholische und evangelische Gläubige bei einem ökumenischen Gottesdienst in der Johanneskirche. Als Zeichen des gemeinsamen Auftrags gingen sie zum Altar, zündeten jeweils eine Kerze an und nahmen Salz mit nach Hause. Bild: rfü
Vermischtes
Kirchenthumbach
23.01.2016
19
0

"Ihr seid das Salz der Erde", "Ihr seid das Licht der Welt": Symbolisch dafür standen Kerzen und Salz auf dem Altar der evangelischen Johanneskirche. Erstmals wurde in Kirchenthumbach ein ökumenischer Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen gefeiert. Das Motto lautete: "Berufen, die großen Taten des Herrn zu verkünden."

Im Zuge der Feiern zum 50-jährigen Bestehen des evangelischen Gotteshauses fanden sich die Gläubigen dazu in der Johanneskirche ein. Begrüßt wurden sie dort von Pater Dr. Benedikt Röder. Er entschuldigte Pfarrerin Anne Utz, die kurzfristig erkrankt war.

Früher undenkbar


Pater Benedikt war somit alleiniger Zelebrant. Dass ein katholischer Geistlicher einem Gottesdienst in einer evangelischen Kirche vorstehen dürfe, wäre früher nicht denkbar gewesen, stellte er dazu fest. Als Lektoren fungierten Sabine Ganswohl und Ingrid Heimberg von der evangelischen Kirchengemeinde sowie Willi Rupprecht und Georg Schreglmann von der katholischen Pfarrei. Die Orgel spielte Walter Thurn aus Eschenbach.

Beim Glaubensbekenntnis wurde deutlich, dass die Einheit der Christen noch nicht vollzogen ist, aber der Weg dorthin hoffen lässt: Frei nach Konfuzius, der gesagt haben soll, "Der Weg ist das Ziel". Als Zeichen dieses gemeinsamen Auftrags gingen die Besucher des Gottesdienstes zum Altar, zündeten jeweils eine Kerze an und nahmen Salz mit nach Hause. Bei den "Fürbitten der Hoffnung" beteten die Gläubigen unter anderem: "Lass uns eins werden in Christus."

Jährlich abwechselnd


Der Friedensgruß wurde eingeläutet mit den Worten: "Jesus spricht: Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen. Seid Salz der Erde, seid Licht der Welt."

Pater Dr. Benedikt Röder regte am Ende des ökumenischen Gottesdienstes an, die Gebete um die Einheit der Christen jährlich abwechselnd in der evangelischen und in der katholischen Kirche stattfinden zu lassen. Dies fördere das Zusammenwachsen sowie die Einheit und Vielfalt des Christentums.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.