Festgottesdienst mit Fahnenweihe zur 150-Jahr-Feier der Feuerwehr
„Gott ist für euch da“

Groß gefeiert wurde am Wochenende das 150-jährige Bestehen der Feuerwehr. Höhepunkt war der von Pater Dr. Benedikt Röder zelebrierte Festgottesdienst in der Pfarrkirche mit Segnung der neuen Vereinsfahne. Bild: ü
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Kirchenthumbach
19.07.2016
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150 Jahre Feuerwehrverein, Segnung der neuen Vereinsfahne und - als Sahnehäubchen des Jubiläums - Segnung eines neuen Einsatzfahrzeugs: Feierlichkeiten in derartig geballter Form sind eher die Seltenheit. Nicht jedoch in Kirchenthumbach.

"Ihr lasst es heute ganz schön krachen", stellte denn auch Pater Dr. Benedikt Röder im Festgottesdienst fest. Am Samstag und Sonntag stand der Marktflecken ganz im Zeichen dieser drei außergewöhnlichen Ereignisse. Einer der Höhepunkte war ein Festgottesdienst, den die Blaskapelle mit Liedern aus der Schubertmesse musikalisch gestaltete.

Gleich zu Beginn der Eucharistiefeier segnete Pater Benedikt die neue Vereinsfahne, die von Christian Weiß vor den Altar getragen wurde. Begleitet wurde er von den Jungfeuerwehrmännern Justin und Kevin Goß. Zahlreiche Fahnenabordnungen von Kirchenthumbacher Vereinen und auswärtigen Feuerwehren hatten sich im Altarraum ebenfalls in Position gebracht.

Segensgebet für Fahne


Röder ging kurz auf die Geschichte der Jubelwehr ein, die zu den ältesten im Landkreis zählt. Er beschrieb die Abbildungen auf der neuen Fahne mit den Schriftzügen "Einer für alle - alle für einen" sowie "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" und sprach dann das Segensgebet. "Schließe alle, die diesem Zeichen folgen, zu einer Gemeinschaft des Friedens und der Hilfsbereitschaft zusammen", hieß es darin unter anderem. "Lass in der Feuerwehr die Kameradschaft hoch angesehen sein (...). Mögen sie immer unter dem Schutz des heiligen Florian stehen."

In seiner Predigt ging der Geistliche auf den Leitspruch der Feuerwehren ein. "Was ihr tut, das tut ihr für eure in Not geratenen Nächsten - eben 'dem Nächsten zur Wehr'. Und dieser Nächste ist ein Geschöpf Gottes." Insofern geschehe alles Bergen, Retten, Löschen zur Ehre Gottes.

Gott bewahre nicht vor jeder Katastrophe, die durch menschliches Versagen oder mangelnde Beherrschung der Technik verursacht werde. "Wir sollten Gott nicht für Unfälle und Katastrophen verantwortlich machen, die wir Menschen selbst zu verantworten haben", forderte Röder. "Wir müssen aufhören, Gott als Lückenbüßer zu missbrauchen, also ihn immer dann verantwortlich zu machen, wenn wir nicht mehr weiter wissen, versagen oder für den Moment keine Lösung haben", zitierte er einen berühmten Theologen.

In Glück und Leid


"Vielmehr sollen wir Gott mitten im Leben suchen" - auch und gerade dort, wo Menschen sich für andere einsetzen. "Darum, liebe Feuerwehrleute und andere Helfer: Gott ist mitten im Leben, in diesem Dienst, bei euch." An der Unfallstelle, am Brandort und "wenn ihr euch freut, weil etwas gelungen ist. Wenn ihr erschöpft einen Einsatz überstanden habt, aber wohlbehalten und unversehrt seid." Gott sei aber auch "für euch da, wenn ihr vielleicht einmal versagt habt, wenn ihr nur ein paar Minuten zu spät gekommen seid, wenn ein notwendiger Handgriff mal nicht gesessen hat oder wenn dunkle Bilder in euch hochkommen".

Die Fürbitten trugen Mitglieder der Jugendfeuerwehr vor, die Lesung Vertrauensmann Matthias Kroher. Im Anschluss an die Festmesse ging es zur Segnung des neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF 20) auf den Vorplatz der Kirche (Bericht folgt).
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