Finanzielle Last aufteilen
Projekt alleine nicht stemmbar: Thurndorfer Pfarrei will für Sanierung der Maria-Hilf-Kapelle weitere Geldgeber mit ins Boot holen

Zu einer Besprechung vor Ort an der sanierungsbedürftigen Maria-Hilf-Kapelle trafen sich Pater Samuel Patton (Zweiter von links) sowie Franz Eller, Georg Sertl (Zweiter und Dritter von rechts) und Marco Lindner (links) von der Kirchenverwaltung mit Bezirksrat Toni Dutz (rechts) und Petra Dettenhöfer als Vertreterin der Bayerischen Landesstiftung. Bild: ü
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Kirchenthumbach
09.08.2016
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Die knapp 300 Jahre alte Maria-Hilf-Kapelle in Thurndorf soll grundlegend saniert werden. Pfarrer Pater Samuel Patton und die Kirchenverwaltung um Franz Eller sind zur Zeit dabei, die notwendigen Geldmittel an Land zu ziehen. Denn die kleine Pfarrei ist alleine nicht in der Lage, die kalkulierten Kosten von 150 000 Euro zu decken.

Thurndorf. Auf Vermittlung von Franz Eller und der CSU-Landtagsabgeordneten Petra Dettenhöfer gab es nun einen Ortstermin. Daran nahm auch Toni Dutz teil, der CSU-Fraktionsvorsitzende im Bezirkstag und Vorsitzende des Kulturausschusses. Mit dabei waren zudem Pater Samuel sowie Georg Sertl und Marco Lindner von der Kirchenverwaltung.

Ursprünglich sei geplant gewesen, das Kirchlein für 50 000 Euro zu sanieren, um die Gebäudesubstanz zu erhalten, blickte Eller zurück. Raimund Karl vom Landesamt für Denkmalpflege habe jedoch von einer kleinen Lösung abgeraten und eine umfassende Runderneuerung vorgeschlagen. Diese gehe allerdings in Richtung von 150 000 Euro - eine Summe, vor der die Kirchenverwaltung kapitulieren musste.

Auf Initiative von Petra Dettenhöfer und Eller selbst wurden neben dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege die Diözese Bamberg und die Bayerische Landesstiftung, deren Sitzungsrat Dettenhöfer angehört, ins Boot genommen. Hinzu kommen der Bezirk Oberpfalz und der Markt Kirchenthumbach. Vorbehaltlich ihrer Zustimmung könnte die Baumaßnahme finanziell geschultert werden. Doch noch fehlt die Erlaubnis zum vorzeitigen Baubeginn. Dafür zuständig ist die Untere Denkmalschutzbehörde beim Landratsamt.

Ganz oben auf der Liste der Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen stehen die Ausbesserung des Dachstuhls sowie die Regulierung und Neujustierung des Glockenturmes, erläuterte Eller. Notwendig sei auch eine neue Fundamentierung, da das aus dem Jahr 1717 stammende Gebäude kein tragfähiges Fundament besitze. In Zusammenhang damit sollen die Grundmauern trockengelegt und das Regenwasser gezielt in den öffentlichen Kanal abgeleitet werden. Dazu haben Landratsamt und Gemeinde bereits ihre Zustimmung erteilt. Zwingend notwendig sind zudem eine neue Zugangstreppe und die komplette Neugestaltung der Fassade. In einem zweiten Schritt soll die Innensanierung angegangen werden. Bis dahin werden allerdings einige Jahre ins Land ziehen.
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