Fronleichnam: Pater Benedikt richtet Appell an Gläubige
Zuerst zur Messe

Fronleichnam im Jahre 1958. Bild: ue
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Kirchenthumbach
24.05.2016
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Seit Generationen ist in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt der Fronleichnamstag mit Prozession ein herausragendes kirchliches Ereignis. Und das soll auch so bleiben, wünscht sich Pfarradministrator Pater Dr. Benedikt Röder. Deshalb hat er eine Information herausgegeben, in der er bedauert, dass es sich leider zunehmend "eingebürgert" habe, dass die Mehrheit der Gläubigen nicht mehr am Gottesdienst um 8.30 Uhr teilnehme, sondern vor der Kirche beziehungsweise in den Straßen warte.

Inzwischen sei aus diesem Grund die Festmesse an Fronleichnam zu einem der am schlechtesten besuchten Gottesdienste geworden. Dies sei sehr schade, merkt Röder an. "Ich sage es einmal so: Bei einer Beerdigung käme wohl kaum einer auf die Idee, dem Gottesdienst fern zu bleiben und nur am anschließenden Zug zum Friedhof und an der Beerdigung teilzunehmen. Beides gehört untrennbar zusammen: die Messfeier und die anschließende Prozession." Pater Benedikt bittet die Gläubigen, doch das Fronleichnamsfest mit dem Gottesdienst zu beginnen. Besonders eingeladen sind Vereine und Gruppen mit ihren Fahnenabordnungen.

Für deren Mitglieder sind in der Pfarrkirche die Bänke auf der Muttergottes- und der Sakristeiseite reserviert. Bei der Prozession gehen die Ministranten mit Kreuz und Fahnen voran, es folgen die Fahnenabordnungen und Mitglieder der Vereine, die Blaskapelle, die Erstkommunionkinder, die Ministranten, der Pfarrer mit dem Allerheiligsten, Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung, die Vertreter der Marktgemeinde sowie alle anderen Gläubigen.

"Lebendiger Herr"Traditionell steht am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitssonntag die Fronleichnamsprozession an. Die Kirche feiert dann das Hochfest des Leibes und Blutes Christi. Das Wort "Fronleichnam" leitet sich ab von den mittelhochdeutschen Begriffen "vron" (Herr, vergleichbar auch Frondienste) und "lichnam" (lebendiger Leib) und bedeutet "lebendiger Herr".

Fronleichnam wurde zur deutschen Bezeichnung für das 1264 eingeführte Fest, das auf Visionen der heiligen Juliana von Lüttich zurückgeht. Die Kirche feiert dabei die bleibende Gegenwart Jesu Christi im Altarsakrament. Daher stellt die Messfeier einen Schwerpunkt dar, den zweiten bildet die anschließende Prozession, bei der das Allerheiligste in einer Monstranz, einem kostbaren Schaugefäß für die Hostie, durch die Straßen getragen wird. (ü)
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