Gedenkfeiern zum Volkstrauertag in Kirchenthumbach, Thurndorf, Neuzirkendorf und Sassenreuth
Einladung zur Erinnerung

Am geschmückten Kriegerdenkmal hatte Bürgermeister Jürgen Kürzinger einen Kranz niedergelegt. Bild: Fürk
Vermischtes
Kirchenthumbach
14.11.2016
14
0

Die Blaskapelle intonierte vor dem geschmückten und mit Fahnen eingehüllten Kriegerdenkmal das "Bayerische Militärgebet" von Johann Kaspar Aiblinger. Pater Benedikt Röder sprach Gebete und Bürgermeister Jürgen Kürzinger hielt eine Rede, ehe er einen Kranz niederlegte. Der Volkstrauertag erinnert an die Kriegstoten und an die Opfer von Gewaltherrschaft aller Nationen.

Der Feierstunde vorausgegangen war ein Gottesdienst für die Gefallenen und Vermissten der Pfarrei. Die Blaskapelle spielte sehr eindrucksvoll die Schubertmesse. Nach dem Gottesdienst zogen die Vereinsabordnungen mit Fackeln zu den Klängen der Blaskapelle zum Kriegerdenkmal. Mit dabei war eine kleine Abordnung der Pateneinheit vom 4. Bataillon des 319. Parforce Field Artillerie-Regiments.

Am Mahnmal sagte Pater Benedikt Röder, man gedenke Kindern, Frauen und Männern aller Völker. Man gedenke der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren haben. Man gedenke derer, die verfolgt und getötet worden seien, weil sie einem anderen Volk oder einer anderen Rasse zugerechnet worden sind. Man trauere aber auch um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und andere Einsatzkräfte. Weiter sagte der Geistliche: "Unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung." Nach Gebeten, Fürbitten und dem Segen sprach Bürgermeister Jürgen Kürzinger. Er spannte einen Bogen vom Einmarsch der Wehrmacht vor 75 Jahren in die Sowjetunion bis hin zur aktuellen Flüchtlingsproblematik. Niemand könne zu einem Gedenken gezwungen werden und Trauer könne nicht verordnet werden. Es sei aber eine Aufgabe des Staates, dass Bürger dazu ermuntert werden, sich mit den dunklen Kapiteln der Geschichte zu befassen. In diesem Sinne verstehe er den Volkstrauertag als Einladung zum Nachdenken. Die beiden Weltkriege und menschenverachtenden Taten lägen Jahrzehnte zurück, aber ihre Schatten seien lang. .

Zum Gedenken an die Toten aus Vergangenheit und Gegenwart legte Kürzinger im Namen der Marktgemeinde einen Kranz nieder. Er dankte allen, die die Feierstunde vorbereitet und daran teilgenommen haben. Mit dem Musikstück "Ich hatte einen Kameraden", gespielt von der Blaskapelle Kirchenthumbach, endete die Trauerfeier. Mitglieder der Reservistenkameradschaft hielten die Ehrenwache.

Gottesdienste und Feierlichkeiten zum Volkstrauertag fanden auch in den ehemaligen Gemeinden Thurndorf, Neuzirkendorf und Sassenreuth statt. An den Kriegerdenkmälern wurden jeweils Kränze niedergelegt. In Thurndorf sprach dritter Bürgermeister Werner Trenz, in Neuzirkendorf zweiter Bürgermeister Josef Schreglmann und in Sassenreuth Bürgermeister Jürgen Kürzinger.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.