Generationswechsel bei Kirchenthumbachs Imkern
Für jeden Neuen ein Volk

Der neue Vorstand (von links): Simon Böhme, Jürgen Deitzer, Richard Fraunholz, Josef Dromann, Josef Regner, Reinhold Ziegler, Matthias Kroher, Florian Kroher und 2. Bürgermeister Josef Schreglmann. Bild: Fürk
Vermischtes
Kirchenthumbach
14.01.2016
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Bei Kirchenthumbachs Imkern überwiegt die Freude über viele Neue im Verein und den reibungslosen Generationswechsel. Ganz ohne Klagen ging die Hauptversammlung aber nicht ab.

Beim Imkerverein sind die Gesichter zuletzt immer jünger geworden. Diese positive Entwicklung sorgte in der Hauptversammlung im Vereinslokal Götz für Freude. "Ich bin überwältigt", sagte Vorsitzender Alfons Wilterius beim Blick in die volle Gastwirtschaft.

Wilterius stellte sich nicht mehr zur Wahl. "Jetzt sollen Jüngere ran", sagte er. Es seien jüngere und tüchtige Leute herangewachsen. "Allen, die mich gemocht haben, danke ich. Allen Skeptikern bitte ich, mir Unzulänglichkeiten nachzusehen", sagte der Vorsitzende. Zu seinem Nachfolger wählten die Imker Reinhold Ziegler, der Kreisvorsitzende war bisher Wilterus Stellvertreter. Dieses Amt übernimmt Jürgen Deitzer. Richard Fraunholz und Florian Kroher bleiben Kassier bzw. Schriftführer, auch die Kassenprüfer Erhard Stümpfl und Anton Haubner bleiben im Amt. Beisitzern sind Mathias Kroher, Christian Friedl, Josef Dromann, Josef Regner und Simon Böhme.

In seinem Tätigkeitsbericht befasst sich Alfons Wilterius mit den positiven Seiten des Vereins aber auch mit Problemen. "Wir fühlen uns von der Politik und der Forschung alleine gelassen", stellte er fest. Seit über 40 Jahren würden Imker Unsummen zur Bekämpfung von Krankheiten ausgeben. Die Pharmaindustrie biete zwar Mittel an, die allerdings keine hundertprozentige Wirkung zeigen. An die Neuimker Stefan Lindner, Georg Kroher, Paul Sobirey, Phillip Kirsch überreichten Wilterius das Mitgliederbuch.

Detailliert informierte Schriftführer Florian Kroher über die Aktivitäten. Durch den Eintritt von neun Imkern sei der Mitgliederstand auf 53 gestiegen. Der Verein habe 18 Veranstaltungen besucht und zum Teil selbst organisiert. Kroher erinnerte an das Kinderferienprogramm in Lenkenreuth mit rund 100 Teilnehmer, an Bürgerfest, Weihnachtsmarkt und Bayrischen Imkertage in Veitshöchheim. Kassier Richard Fraunholz sprach von einer "mehr als zufriedenstellenden Kassenlage". Kassenprüfer Erhard Stümpfl stellte fest: "Es gibt nichts zu meckern." In seiner Antrittsrede betonte der neue Vorsitzende, ihm sei wichtig, dass die Mitglieder wissen, dass der Imkerverein kein Gesellschaftsverein ist. Die Imkerei sei schwieriger geworden, es werde mehr Fachwissen gefordert. Auf Varroamilbe und Beutenkäfer müssen die Imker gut vorbereitet sein. Dazu gehöre auch Information und Weiterbildung.

Ziegler stellte fest, fünf Euro für ein Glas Honig sei angebracht. Der hochwertige Honig vom Imker vor Ort sei nicht vergleichbar mit dem Honig aus dem Supermarkt. Ziegler gab abschließend bekannt, dass jeder Neuimker vom Verein ein Volk geschenkt bekomme. Grußworte sprachen zweiter Bürgermeister Josef Schreglmann und Bürgermeister a.D. Fritz Fürk. Beide würdigten die gute Nachwuchsarbeit des Vereins.
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