Glocken geweiht
Was lange währt, klingt endlich gut

Für Pater Benedikt Röder (rechts) war es eine besondere Freude, Weihbischof Reinhard Pappenberger bei der Arbeit zuzuschauen. Endlich sind die neuen Glocken geweiht. Bilder: ü (2)
Vermischtes
Kirchenthumbach
04.07.2016
85
0

Die beiden Glocken sind geweiht, jetzt können sie ihren Platz im Zwiebelturm der Kirchenthumbacher Wallfahrtskirche Maria Zell finden. Es war ein großer Tag in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt - auch wegen des Gasts, der zur Weihe gekommen war.

Weihbischof Reinhard Pappenberger spendete den Glocken in der Pfarrkirche die Weihe. Viele Gläubige waren dazu gekommen. Dem Festgottesdienst vorausgegangen war ein Kirchenzug vom Feuerwehrhaus über die Bahnhofstraße zur Pfarrkirche zur Musik der Blaskapelle Kirchenthumbach. Beim Einzug ins volle Gotteshaus erklang "Ein Haus voll Glorie schauet."

Nachdem der erste Guss der Marienglocke misslungen war, freue er sich sehr, dass endlich die Glockenweihe über die Bühne gehen kann, erklärte Pater Benedikt Röder zu Beginn. Die Glocken sollen zu Ehren der Muttergottes Maria und des heiligen Konrads klingen. Sie sollen vor allem ans 300. Kirchenjubiläum des vergangenen Jahres erinnern, und an Röders Vorgänger Konrad Beierl. Die Gesundheit hinderte den früheren Ortspfarrer, bei der Feier dabei zu sein. Röder dankte allen, die das Projekt mitgetragen haben, besonders Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat. Er freue sich, dass die Glocken inzwischen komplett finanziert sind. Dagegen hoffe er weiter auf spenden für die Sanierung des Pfarrheims. Auch die Kollekte diente diesem Zweck.

Pappenberger erinnere an die 300-jährige Geschichte der Kirche. Er zog Parallelen zu Maria und dem heiligen Konrad, denen er die Glocken weihte. "Glocken erinnern und verbinden und lassen Gott näher kommen." Die Gläubigen bat er, auf ihr Geläut zu hören: "Sie sagen, habt keine Angst, Gott ist da." Der Weihbischof überbrachte die Grüße von Pfarrer Konrad Beierl, der in einem Seniorenwohnheim in Regensburg mit Blick auf die Türme der Kirche Sankt Emmeram wohnt.

Dann nahm er die Weihe vor. Nach dem Segensgebet folgte die Besprengung mit Weihwasser, die Inzens mit Weihrauch und die Salbung mit Chrisam. Die Kinder Hanna Helldorfer und Christof Weber durften die Glocken als erstes anschlagen. Musikalisch gestalteten die Gruppe "Augenblicke", der Kindersingkreis, Herbert Fraunhofer an der Orgel und die Blaskapelle Kirchenthumbach die Feier.

Pfarrgemeinderat Siegfried Failner sagte: "Glocken sind wie Freunde: Sie sind täglich gegenwärtig, stimmen uns ein an großen Festtagen, zur Trauer und erinnern ans Gebet." Dem Weihbischof versicherte er, seinen Besuch empfinde die Gemeinde als großen Segen. Failner dankte den Spendern. Mit den Liedern "Großer Gott, wir loben dich" und "Wir ziehen zur Mutter der Gnade" endete die Feier. Auf dem Turnerplatz folgte ein Weißwurstfrühschoppen mit der Blaskapelle Kirchenthumbach unter Stabführung von Jürgen Böhme.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.