Gotteshaus bei Festmesse vor der Prozession restlos gefüllt
Fronleichnam vor vollem Haus

An vier Altären, zuletzt bei der Marienstatue vor der Pfarrkirche (Bild), verehrten die Gläubigen der Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt Christus im Altarsakrament. Bei der Prozession trugen abwechselnd Ruhestandsgeistlicher Helmut Süß (vorne, rechts) und Pater Dr. Benedikt Röder (am Altar) das Allerheiligste durch die Straßen. Bild: rfü
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Kirchenthumbach
28.05.2016
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Das Fronleichnamsfest wurde so begangen, wie es sich Pater Dr. Benedikt Röder gewünscht hatte: Beim Festgottesdienst vor der Prozession war das Gotteshaus voll besetzt. Sein Appell im Vorfeld hatte gefruchtet.

Röder hatte an die Gläubigen appelliert, doch vor der Prozession auch den Gottesdienst zu besuchen (wir berichteten). Denn in der Vergangenheit sei die Messe zu einer der am schlechtesten besuchten geworden. Doch: "Gottesdienst und Prozession gehören zusammen und sind untrennbar."

In seiner Begrüßung im Festgottesdienst sagte Pater Benedikt nun, es mache ihn stolz, dass heuer Fronleichnam vor vollem Hause gefeiert werden könne. "Meine Bitte ist erfüllt worden", freute sich der Pfarradministrator.

Und so wurde an diesem Tag sehr deutlich, dass das Fronleichnamsfest nach wie vor zu den Kirchenfesten gehört, die sich bei den Gläubigen besonderer Beliebtheit erfreuen. Nicht von ungefähr wird es das "Fest des Volkes" genannt. Es geriet zu einem eindrucksvollen Bekenntnis zu Christus im Altarsakrament.

Nach dem feierlichen Festgottesdienst bewegte sich die Prozession, an der zahlreiche Gläubige, unter anderem die Erstkommunionkinder teilnahmen, durch die mit Birken, Blumen und Fähnchen geschmückten Straßen. Die Monstranz trugen abwechselnd Ruhestandsgeistlicher Helmut Süß - den Pater Benedikt als seine "rechte und linke Hand" bezeichnete, vor allem, wenn er abwesend sei - und Röder selbst durch den Ort.

Pranger- oder Kranzeltag


Die vier Altäre mit bunten Blumenteppichen waren vor dem Anwesen Fronhöfer, an der Kreuzung Auerbacher Straße - Kellerstraße, bei der Familie Dobmann sowie auf dem Vorplatz der Kirche errichtet worden. Den großen Blumenteppich vor der Marienstatue dort hatten Mitglieder des Katholischen Frauenbundes bereits in den frühen Morgenstunden mit Blütenblättern verschiedener Blumen gezaubert. Den Blumenteppich in der Kellerstraße gestalteten die Mütter der Erstkommunionkinder (siehe Infokasten).

Das Fronleichnamsfest ist von Brauchtum umrankt. Der Volksmund nennt diesen Tag auch Pranger- oder Kranzeltag. Letzterer kommt von den Kränzchen, die von den Mädchen auf dem Kopf getragen werden. Dieser Brauch verschwindet aber immer mehr.

In bunten Farben leuchtende BlumenteppicheDas Lob kam von allen Seiten. Ideenreichtum, Talent, künstlerische Ader, Engagement - und das alles für Gottes Lohn: Kommen diese Tugenden zusammen, kann Tolles auf die Beine gestellt werden.

Das haben einmal mehr Mitglieder des Katholischen Frauenbundes sowie die Mütter der Erstkommunionkinder eindrucksvoll unter Beweise gestellt. Mit viel Fingerspitzengefühl und Kreativität legten sie auf dem Vorplatz der Kirche vor der Muttergottes-Statue und in der Kellerstraße, an der zweiten Station der Fronleichnamsprozession, bunte, leuchtende Blumenteppiche.

Das Motto des Frauenbundes lautete dabei "Gott, unser Vater", die Eltern wählten das Motto "Frucht bringen aus der Verbindung mit Jesus" - und arbeiteten in ihr Werk Bilder der Erstkommunionkinder ein. (ü)
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