Größere der zwei neuen Glocken für die Kirchenthumbacher Bergkirche soll am Samstag entstehen
Zweiter Versuch für Marienglocke

Die Konradglocke wartet auf ihre Kollegin: Die Marienglocke soll am Samstag, 16. April, bei einem erneuten Guss gefertigt werden. Wenn alles gut geht, ist dann das neue Geläut für die Bergkirche komplett. Der Weihe durch Weihbischof Reinhard Pappenberger, die für Anfang Juni geplant ist, stünde nichts mehr im Wege. Bild: ü
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Kirchenthumbach
13.04.2016
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Die Konradglocke ist gelungen und eingelagert. Nicht so die Marienglocke: Die größere der zwei neuen Bronzeglocken für die Bergkirche missriet beim Guss im Oktober. Sie traf den gewünschten Ton nicht und war somit unbrauchbar. Alle hoffen nun auf den zweiten Gussversuch. Der Termin dafür steht jetzt fest.

Die Eifeler Glockengießerei teilte Pater Dr. Benedikt Röder mit, dass der Glockenguss am Samstag, 16. April, gegen 11 Uhr erfolgen werde. Der genaue Zeitpunkt konnte allerdings nicht genannt werden, da das Schmelzen des Metalls von verschiedenen Faktoren abhängt. Gläubige aus der Pfarrei Mariä Himmelfahrt, die das Ereignis vor Ort in Bockscheid in der Eifel mitverfolgen wollen, sollen sich unter Telefon 06573/9903314 anmelden.

Weihbischof weiht


Inzwischen ist auch klar, wann die Glocken geweiht werden: am Sonntag, 3. Juli, während des Hauptgottesdienstes durch Weihbischof Reinhard Pappenberger. Um 8.45 Uhr treffen sich die Vereine beim Pfarrheim zum Kirchenzug. Der feierliche Gottesdienst beginnt um 9 Uhr. Nach der Eucharistiefeier wird rund um das Pfarrheim das Pfarrfest gefeiert.

Am 18. Juni 2015 hatte die Kirchenverwaltung der Firma Heidenauer Glockengeläute und Elektroanlagen den Auftrag für die zwei neuen Glocken erteilt. Diese lässt die Glocken in der Eifeler Glockengießerei Mark in Brockscheid herstellen. Das Familienunternehmen wird in der sechsten Generation von Cornelia Mark-Maas geführt.

Ausschließlich Spenden


Die Kirchenverwaltung muss für die Realisierung des Projekts rund 23 000 Euro aufbringen. Darin enthalten sind die Kosten für Glocken, Läutmaschinen, Einbau in den Turm und Hebebühne. Der Betrag ist komplett durch Spenden aufgebracht worden.

Zahlreiche ArbeitsgängeDas Glockengießen ist ein Handwerk mit jahrhundertealter Tradition. Die Form wird in sechs bis acht Wochen in zahlreichen Arbeitsgängen aus Ziegelsteinen und Lehm, der mit Pferdemist und Rinderhaaren gebunden wird, hergestellt. Höhepunkt ist der vier- bis fünfmal im Jahr stattfindende Glockenguss, bei dem 1100 Grad heiße Bronze durch Kanäle in die Glockenform geleitet wird. (ü)
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