Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Kirchenthumbach

Ehrung bei der aktiven Wehr in Kirchenthumbach: Kommandant Wolfgang Böhm (von links), Hans Schwemmer, Herbert Albersdorfer, Jürgen Deitzer, Michael Weber, Miriam Schuller, Georg Eckert, Robert Böhm, Florian Leipold, Erwin Walberer und Adjutant Torsten Goß. Bild: ü
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Kirchenthumbach
11.01.2016
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Über mangelnde Arbeit braucht sich die Stützpunktfeuerwehr nicht zu beklagen: Im abgelaufenen Vereinsjahr wurden 73 Einsätze registriert, 12 mehr als im Vorjahr.

Diese teilen sich auf in 10 Brandeinsätze, eine Sicherheitswache und 62 technische Hilfsleistungseinsätze. Diese Zahlen nannte Kommandant Wolfgang Böhm bei der Jahreshauptversammlung.

Bei diesen Einsätzen waren die aktiven Männer und Frauen 1307 Stunden im ehrenamtlichen Dienst. Spektakulärster Einsatz sei der Absturz eines Kampfjets vom Typ F16 in der Nähe von Heinersberg gewesen. Obwohl das neue Dekon-Fahrzeug noch nicht für den Einsatz gemeldet war und auch nur drei Personen über die Ausbildung verfügten, sei das Fahrzeug für die Dekontaminierung der Einsatzkräfte aus den Landkreisen Bayreuth und Neustadt an der Waldnaab eingesetzt worden.

In den 11 Einsatzstunden seien 65 Einsatzkräfte dekontaminiert worden. Böhm bedankte sich bei den Aktiven sowie bei den Nachbarwehren Sassenreuth und Heinersreuth für die professionelle Zusammenarbeit. Dieser Einsatz habe alle vor große Herausforderungen gestellt, zumal eine extreme Hitze geherrscht habe.

Böhm beklagte allerdings die spärliche Informationspolitik der amerikanischen Streitkräfte. Noch heute gebe es Spekulationen über ausgelaufenen Treibstoff beziehungsweise Hydrazin. Die Schadensabwicklung sei noch nicht abgeschlossen.

Die Einsatzmannschaft bestehe derzeit aus 45 Aktiven, 21 Jugendlichen und 20 Atemschutzträgern. Im Zeitraum von 2015 hätten die beiden Gruppen je 13 Übungen abgehalten. Zum Aufgabenbereich gehöre nach wie vor die Brandschutzerziehung im Kinderhaus sowie an der Grundschule. Dafür zeichnet Brandschutzerzieher Karl Walberer verantwortlich.

Mit den vier Einsatzfahrzeugen seien im Jahr 2015 7278 Kilometer zurückgelegt worden, 2390 Kilometer mehr als im Vorjahr. Anfallende Arbeiten und Reparaturen seien von den Aktiven in ihrer Freizeit unentgeltlich übernommen worden.

Kurz nahm Kommandant Wolfgang Böhm zur "unendlichen Geschichte" des Digitalfunks Stellung. Im Frühjahr habe die Gemeinde 18 digitale Handsprechfunkgeräte und 3 Fahrzeugfunkgeräte angeschafft. Da aber die Einbau-Firma in Konkurs gegangen sei, konnten die Geräte bis heute nicht vernetzt werden. Es gebe keine Informationen, bis wann der Funkbetrieb in die Gänge komme.

Was die Neuanschaffung des Fahrzeuges HLF 20 betrifft informierte der Kommandant, laut Kaufvertrag könne das Fahrzeug spätestens im Oktober 2016 geliefert werden. Die beiden Jugendgruppen seien sehr fleißig und haben in 2015 viele Aktivitäten unternommen.

Per Handschlag nahmen Wolfgang Böhm und Torsten Goß Peter Schiener und David Wilterius in die Wehr auf. Annalena Strauß wurde in die aktive Wehr übernommen. Dann ehrte Böhm aktive Mitglieder: Seit 40 Jahren leisten Johann Schwemmer und Herbert Albersdorfer Dienst, 30 Jahre tragen Erwin Walberer, Georg Eckert und Jürgen Deitzer den Einsatzhelm. Torsten Goß und Michael Weber sind seit 25 Jahren aktiv. 20 Jahre gehören der Mannschaft Florian Leipold, Robert Böhm, Bernhardt Böhm und Miriam Schuller an.
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