Kein Gift im Grundwasser
Regierung nach Flugzeugabsturz bei Kirchenthumbach: Kenntnisdefizite bei den Rettungskräften

Vermischtes
Kirchenthumbach
11.02.2016
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Das Ergebnis der Grundwasserproben nach dem Flugzeugabsturz bei Kirchenthumbach liegt vor - und es lässt aufatmen. Weniger freuen dürften sich die Einsatzkräfte über ein Stellungnahme der Bundesregierung zum Absturz. Sie spricht in einer Erklärung von "Kenntnisdefiziten" bei den Helfern.

Das Gutachten liege noch nicht vor, aber am Telefon habe sich Ralf Wiegand vom Büro Piewak geäußert: "Die Untersuchung des Grundwassers hat definitiv keine Belastung ergeben", berichtet die Sprecherin des Neustädter Landrats, Claudia Prößl.

Schwarz auf Weiß gibt es dagegen eine Antwort der Bundesregierung auf eine "Kleine Anfrage" zum Flugzeugabsturz.Unter anderem geht aus der Antwort hervor, dass bereits 670 000 Euro an Schäden behoben sind. Es handle sich um Waldschäden und Bodenverunreinigungen. "Weiter sind durch den Absturz entstandene Einsatz- und Lohnkosten sowie Verpflegungs- und Materialkosten zu regulieren", heißt es in der Antwort. Der Betrag "ist nicht abschließend, da Schäden teilweise noch nicht beziffert worden sind". Zum Verfahren verweist die Regierung auf Artikel VIII Absatz 5 des Nato-Truppenstatuts. Dieser sieht vor, dass die Bundesrepublik den Schaden nach deutschem Recht begleicht und anschließend von den USA "die völkerrechtlich geschuldete Erstattung erhält".

Auf die Frage nach Konsequenzen aus dem Flugzeugabsturz verweist die Regierung auf laufende Untersuchungen und nennt doch eine: "Bei den freiwilligen Rettungskräften wurden Kenntnisdefizite zu den Besonderheiten bei einem Flugunfall mit militärischen Luftfahrzeugen festgestellt. Hierzu wurden bereits Schulungsmaßnahmen zur Erhöhung der Handlungssicherheit von freiwilligen Rettungskräften veranlasst."

Mit dieser Feststellung kann Neustadts Kreisbrandrat Richard Meier nichts anfangen. Dass es Probleme bei dem Einsatz gab, sei richtig, aber nicht, weil seinen Feuerwehrleuten Kenntnisse gefehlt hätten. Fehlende Infos waren das Problem. "Wir erhielten keine genau Auskunft, welche Stoffe und Waffen im Spiel waren."
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