Kinderoper "Papageno" begeistert Grundschüler
Mitmach-Theater

Vermischtes
Kirchenthumbach
08.03.2016
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Das Ensemble der Kinderoper "Papageno" aus Wien war zu Gast bei den Grundschülern in Kirchenthumbach. Die Akteure begeisterten mit ihrem Workshop zur Oper, Thema "Peter und der Wolf". Es wäre aber nicht die Kinderoper Papageno, würde nicht ein besonderes Konzept hinter der Neuinterpretation des altbewährten Stückes stehen: Den Kindern die Instrumente des Orchesters nahe zu bringen.

Die Kinderoper interpretiert das Stück in einer multimedialen Welt zeit- und kindgemäßer und so landet am Ende der böse Wolf im Zoo bei den Elefanten und Giraffen. Tourneeleiter und Schauspieler Gregor Braun erntete bereits bei der Begrüßung viel Gelächter und stürmischen Applaus. "Wir wollen euch nicht einfach etwas vorführen, sondern ihr sollt auch richtig mitmachen", sagte seine Schauspielkollegin Qiaoyi Lai. Sie stammt aus China und ist ausgebildete Koloratur-Sopranistin. Die Texte der Hauptdarsteller des Stückes wurden von der Schulspielgruppe unter Leitung von Förderlehrerin Elke Müller bereits im Vorfeld geübt und mit den "Profis" vor der Veranstaltung geübt.

Aber nicht nur diese Kinder sondern alle Schüler und auch Lehrkräfte wurden in das Stück eingebunden. Da waren plötzlich "Krautköpfe" und "Salatköpfe" am Wiesenrand, andere wurden zu Elefanten und Krokodilen im Zoo und wieder andere erschraken vor dem bösen Wolf. Das Stück begann mit dem Aufbau von Teich, Wiese, Baum und Gartenzaun. Mit wenigen Handgriffen wurde ein Teich aus blauem Teppich, Wiesen aus kleinen Plastikgrasstücken und Bäume aufgestellt. Eifrig waren die Jungen und Mädchen bei der Sache, als Gregor Braun fragte, was denn noch alles fehle. "Kostüme", "Musik", "Requi...Requi... Dinge halt", sorgten die Antworten für viel Gelächter.

Nun konnte es losgehen - doch es fehlten noch die Kostüme. Schnell wurde die große Truhe geöffnet und zum Vorschein kamen die Kleider für die Darsteller. Ein schillerndes Federkleid für den Vogel, Schwänzchen für die Ente, Pelz für den Wolf und vieles mehr. "Und das brauchen wir auch noch, diese Schwimmflügel müssen in den Teich, damit die Fische nicht ertrinken", sagte Gregor Braun ernst und erntete damit tobendes Gelächter und ein Kopfschütteln von Kollegin Qiaoyi Lai.


Instrumente der OperDie Schüler hatten im vorbereiteten Unterricht in der Schule gut aufgepasst, erkannten die Instrumente und für welche Figuren sie standen. Da trillerte die Querflöte wie der Vogel, die Oboe quakte wie die Ente und die Klarinette gehörte zur flinken Katze. Das dunkle Fagott passte hervorragend zum Großvater. Hier amüsierten sich die Buben und Mädchen, als Tourneeleiter Gregor Braun mit den Lehrkräften die Figur des Großvaters erarbeitete. Zu den Klängen des Fagotts mussten sie sich mit gespielten Rückenschmerzen schwerfällig und zittrig am unsichtbaren Gehstock bewegen. Das Horn verkörperte den Wolf und mit den Pauken traten die Jäger auf die Bühne und Peter hatte das Streichorchester ganz für sich allein. Ein Tanz, bei dem alle mitmachten, bildete den Abschluss der Vorbereitungen.
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