Kino, Spenden, Plattenparty
Pater Benedikt Röder predigt in Reimen und blickt so auf das vergangene Jahr zurück

Pater Benedikt Röder blickte in seiner Predigt auf das vergangene Jahr zurück - dabei zeigte der Geistliche sein dichterisches Talent. Bild: rfü
Vermischtes
Kirchenthumbach
08.02.2016
75
0

Die Predigt am Faschingswochenende fasste Pater Benedikt Röder in lustige Verse. In Reimform, aber zum Teil auch mit ernsten Hintergedanken, ließ er das zurückliegende Kirchenjahr Revue passieren.

"Liebe Schwestern, liebe Brüder", startete er in seine Predigt, "alle Jahr kehrt der Fasching wieder. Drum will ich es auch heuer wieder wagen, und die Predigt in Reimform sagen. Im März feierten wir Jugendgottesdienst wie im Kino, es fehlten nur noch Popcorn, Bier und Limo."

Weiter ging es mit: "Nach Sturm Niklas konnte man die Kirchenuhr lang auf halb zwölf sehn, der Motor war durchgebrannt und wollte einfach nicht mehr gehen. Es dauert fast ein halbes Jahr, bis die Zeiger waren wieder da." Auch der Plattenparty im April widmete der Geistliche ein paar Zeilen: "Die Plattenparty im April war der Hit, die hielt die Ü-30-jährigen so richtig fit. So was sollte es - war zu hören - öfter geben, da kann man Kirche einmal anders erleben. Keine Sorge: Bald ist es wieder soweit, dass sich machen weltliche Gesänge im Pfarrheim breit. Dazu dürfen wieder alle kommen: Die kleinen Sünder und die Frommen."

Zum Burschenverein sagte er: "Im August wurde wiederbegründet der Burschenverein, da wollen jetzt viele junge Männer rein. Dafür muss man sein unverheiratet und unbescholten, sich scheiden lassen, kann leider nicht gelten. Der Ausgleich dazu wäre, ihr wisst es schon, die Gründung einer Jungfrauenkongregation. Doch das ist bisher nicht geschehen und unterblieben, ich frag mich, woran mag das wohl liegen?"

Auch ein persönliches Ereignis sprach Pater Benedikt an: "Am 7. Dezember feierte ich den 40. Geburtstag mit der Pfarrei. Viele nahmen die Einladung an und waren mit dabei. In der Predigt machte ich mir über die Gemeinde einige Sorgen. Fragte: Wird der Menschensohn bei uns noch Glauben finden morgen?" Die vielen Glückwünsche hätten ihm gut getan, und machten ihm für die nächsten Jahre Mut.

Zum Predigtfinale nahm sich der Geistliche der Dorferneuerung in Sassenreuth an: "Die Sassenreuther wünschten, dass wir den Platz um die Kirch sanieren, dazu sollten wir locker mal 100 000 Euro investieren. Doch seit dem Kauf der Orgel für unser Gotteshaus, ist die Pfarrei, ich sag's euch, arm wie eine Kirchenmaus. Drum, liebe Sassenreuther, sammelt schon mal kräftig Spenden, dann können wir das Werk vielleicht in zehn Jahren vollenden."
Weitere Beiträge zu den Themen: Burschenverein (16)Pater Benedikt Röder (7)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.