KKK feiert 20. Jubiläum
Kultur im Kopf

Höhepunkt im 20-jährigen Bestehen des Kirchenthumbacher Kulturkreises war die Veranstaltung "Su woas fröihers" . Tausende von Menschen sind an den beiden Tagen nach Kirchenthumbach gekommen. Bilder: ü (2)
Vermischtes
Kirchenthumbach
29.10.2016
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Die Gründungsmitglieder mit Norbert Wilterius präsentierten bereits sechs Monate danach die erste Publikation "Geschichten aus alten Zeiten". Das Bild zeigt (von links) Simone Plößner (Fürk), Martin Kohl, Jürgen Böhme, Fritz Fürk, Hans Schuller und Norbert Wilterius.

Durch Kirchenthumbach war damals ein Ruck gegangen: Der Ort wollte kulturelle Bedürfnisse erkennen, Lücken schließen und Ideen bündeln. Der Kulturkreis Kirchenthumbach (KKK) wurde geboren.

Nun feiert der KKK sein 20. Jubiläum. Inzwischen hat er sich zu einer festen Größe im gesellschaftlichen Leben der Gemeinde und im VierStädtedreieck mit hohem Veranstaltungs-Niveau entwickelt. Heute blickt der Kulturkreis auf eine erfolgreiche Zeit mit zahlreichen Veranstaltungen und hochkarätigen Gästen zurück.

Mehr Mitglieder


Positiv entwickeln konnte er sich nur deshalb, weil Margit und Martin Kohl ihr Haus am Marktplatz für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt haben. Die Immobilie alleine mit dem tollen Ambiente ist ein Stück Zeitgeschichte. Inzwischen gehören dem Zusammenschluss 21 Mitglieder an, die sich engagieren und wieder neue Ideen entwickeln. Der Verein wurde 8. Mai 1996 in der Backstube des Nußsteinhauses von Martin Kohl, Fritz Fürk, Hans Schuller, Jürgen Böhme und Simone Fürk, jetzt verheiratete Plößner, gegründet. Kurze Zeit später gesellte sich Norbert Wilterius hinzu.

Erste Aufgabe des Vereins ohne Rechtsstatus war es, "Geschichten aus alten Zeiten" und "Bilder aus alten Zeiten" zu publizieren. Bereits am 13. Juli 1996 fand im Hinterhof des Nußstein-Anwesens eine Serenade mit den "Eschenbacher Stodbergsait'n statt. Wenige Monate nach der Gründung konnte der KKK die 50-seitige Publikation "Bilder aus alten Zeiten" der Öffentlichkeit vorstellen. Es folgten kulturelle Reisen, Konzerte und Ausstellungen.

Tief erschüttert waren die KKK-Mitglieder, als Hans Schuller am 7. September 1998 kurz vor seinem 50. Geburtstag verstarb. Am offenen Grab sagte KKK-Sprecher Fritz Fürk unter anderem: "Hans Schuller war bei allen beliebt. Seine humorvollen, oft hintersinnigen und mit Esprit gepaarten Beiträge werden wir vermissen."

Kabarett und Serenaden


Ganz im Sinne Schullers entwickelte sich der KKK weiter. Es folgten Kabarettabende und Serenaden mit bekannten Gruppen wie "Dreyschlag". "Couplet-AG", den "Giesinger Sautreibern", der "Altneihauser Feierwehrkapelln", den "Boom&the Ballroomshakers," Helmut Ambros, "Monaco Bagage" und vielem mehr. Hinzu kamen Ausstellungen und Kunstforen mit Künstlern aus der Region und darüber hinaus. Höhepunkte waren zweifellos große Veranstaltungen "Su woas fröihers" im September 2006. Tausende von Menschen waren nach Kirchenthumbach gekommen, um sich über altes Handwerk und Brauchtum zu informieren. In Zusammenarbeit mit den Theaterfreunden wurde im September 2014 auf dem Marktplatz die Entstehungsgeschichte der Bergkirche aufgeführt.

Gute Zusammenarbeit


Im Mittelpunkt der Geschichte stand Friedrich Eisenhut, ein reicher Kaufmann aus Wien. Das Buch dazu schrieb Jürgen Böhme, Regie führte Thomas Frankenberger. Anlass war das 200-jährige Bestehen der Bergkirche Maria Zell. Heuer im Jubiläumsjahr wurde im Hinterhof die Krimikomödie "Der Gott des Gemetzels" aufgeführt.

Auch da bewährte sich die gute Zusammenarbeit zwischen Kulturkreis und Theatergruppe. In diesem Jahr beteiligt sich der KKK noch am Weihnachtsmarkt, außerdem steht am 11. Dezember ein Konzert mit den Donkosaken in der Pfarrkirche auf dem Programm.
Weitere Beiträge zu den Themen: Theaterfreunde (5)Kulturkreis Kirchenthumbach (5)
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