Kopf anstoßen ausgeschlossen
Marienkapelle gesegnet

Ruhestandspfarrer Helmut Süß (links) und Pater Benedikt Röder (Zweiter von links) segneten im Kirchenthumbacher Ortsteil Görglas die neue Kapelle. Bild: rfü
Vermischtes
Kirchenthumbach
02.08.2016
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Der beschauliche Weiler Görglas rückte am Sonntag in den Fokus der Marktgemeinde Kirchenthumbach. Im Beisein zahlreicher Gläubiger segneten Pater Benedikt Röder und Ruhestandspfarrer Helmut Süß die von Gerhard Hammer erbaute Marienkapelle.

Viele kleine Gotteshäuser säumen die Wege und Fluren in der Oberpfalz. Laut Röder seien sie früher aus unterschiedlichen Gründen gebaut worden: Manch eine beispielsweise aus Dank für die Heimkehr vom Krieg. Heutzutage komme es nur noch selten vor, dass eine Kapelle errichtet werde. Für Röder war es deshalb das erste Mal, dass er solch ein Gotteshaus segnen durfte. Vor einem Jahr hatte Hammer den Grundstein für die Marienkapelle gelegt.

"Allmächtiger Gott, durch deinen Sohn rufst du die Menschen in die Gemeinschaft deiner Kirche. In ihr schenkst du ihnen neues Leben, nährst sie durch dein Wort und die Sakramente und führst sie auf dem Weg zum himmlischen Jerusalem", sprach Röder.

"Höre auf die Bitten deiner Gemeinde, die sich hier versammelt hat, und segne diese Kapelle, die zu Ehren der Muttergottes errichtet wurde. Lass die Gläubigen hier deine Nähe spüren und deine Liebe erfahren. Mach sie eines Herzens und hilf ihnen, hier an diesem Ort dich dankbar zu preisen und sich voll Vertrauen an dich zu wenden. Steh ihnen bei in jeder Not und lass sie sicher ans Ziel ihres Lebens gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn." Die neue Kapelle, die zu Ehren der Muttergottes gebaut wurde, füge sich einmalig in die Umgebung ein und grüße alle Auto-, Fahrradfahrer, Wanderer und auch den ein oder anderen Jogger, meinte Röder. Etwas Besonderes war, dass Gerhard Hammer, der die Kapelle gebaut hatte, bei der Segnung selbst Lieder vortrug. Christine Gößl begleitete ihn auf dem E-Piano.

Nach dem Segensspruch trafen sich die Gläubigen noch im "Hammer-Hof". Die Bewirtung der Gäste mit Kaffee, Kuchen und Gegrillten hatte die BRK-Bereitschaft übernommen.

HintergrundBei der Kapellenweihe befasste sich Pater Benedikt Röder kurz mit der Architektur und Bauweise des kleinen Gotteshauses. Schmunzelnd stellte der 1,87 Meter große Geistliche fest: Die Kapelle hat eine Besonderheit. Während in früheren Zeiten viele Kapellen eher niedrig gehalten wurden, so dass man beim Betreten aufpassen musste, sich nicht den Kopf anzustoßen, bräuchten die Kirchenthumbacher diesbezüglich keine Angst zu haben. "Der Kapellenerbauer Gerhard Hammer denkt und lebt in anderen Dimensionen", meinte er. Hammer sei 2,02 Meter groß und entsprechend hoch habe er den Rundbogeneingang der Kapelle gehalten - nämlich 2,50 Meter. (ü)
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