Läuten im Kindergarten und in der Blechmühle
Ruhesitz für Glocken

Bevor die alten Glocken wieder klingen, müssen sie bearbeitet werden. Bild: ü
Vermischtes
Kirchenthumbach
25.07.2016
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Ausgebaut, aber nicht ausgedient: Für die alten Glocken der Kirchenthumbacher Bergkirche gibt es eine neue Verwendung.

Die alten Glocken der Bergkirche landen nicht auf dem Glockenfriedhof oder beim Schrothändler. Obwohl sie stark abgenutzt und rostig sind, kommt die kleinere Glocke ins Kinderhaus, das größere Exemplar findet auf der Blechmühle eine neue Bleibe. Bevor sie wieder in Dienst treten, muss ein Fachmann Hand anlegen.

Wie Waltraud Kroher, Leiterin des Kinderhauses Sankt Elisabeth, mitteilte, ist im Außenbereich der Einrichtung der Abbruch der ins Alter gekommenen Blockhäuser geplant. Stattdessen soll eine Art Kleindorf entstehen, darunter ein Gebäude, das als Kapelle dient. In einem Glockenturm aus Holz soll die Glocke untergebracht werden. Die Arbeiten sollen im Herbst und Winter 2016/17 über die Bühne gehen.

Rosi Schuller, Inhaberin der Blechmühle, organisiert seit Jahren auf ihrem idyllischen Anwesen Maiandachten und andere Gebetsstunden. Bei schönem Wetter finden diese im Freien vor einem Marienbild statt. Bei ungünstiger Witterung wird in die Scheune ausgewichen. Um die Gebetsstunden künftig mit Glockenklang ankündigen zu können, will sie einen Glockenerker an der Giebelseite der Scheune zimmern lassen. Dort soll die Glocke installiert werde.

Durch eingegossene Zahlen ist es belegbar: Die Glocken wurden 1928 im "Bochumer Verein" gegossen. Von 1852 bis zum Produktionsende 1970 fertigte der Montankonzern dort 38 000 Gussglocken, darunter 18 000 für Kirchen. Sie gelten als günstige Alternative zu Bronzeglocken. Auch die vier Glocken der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt entstanden dort und kamen 1950 nach Kirchenthumbach.
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